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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Photo-Community anyone?

Monday, den 21. August 2006

Ich suche eine Möglichkeit, Fotos via Web (2.0, Community, ähnlich Flickr) zu veröffentlichen, wobei ich folgende Grundvoraussetzungen als erfüllt erwarte:

  • Kostenlos
  • Deutschsprachig
  • Bilder in Originalgröße (oder wenigstens 800px Breite/Höhe)
  • Private (nicht-öffentliche) Alben/Bilder, die ich gezielt (Link per Mail) jemandem zugänglich machen kann, der nicht Mitglied ist

Ich weiß, wenn ich mir Flickr oder BubbleShare angucke, sind das schon fast unverschämte Anforderungen, aber vielleicht hat ja einer meiner Leser mehr Überblick über das Angebot…

Danke im Voraus :roll:

Nachtrag 22.08.06:

Habe mich mal bei sevenload angemeldet und gleich ein wenig herumgespielt. Nicht-öffentliche, geschützte Alben kann man problemlos anlegen, indem man einfach Passwörter auf die betreffenden Alben setzt.

Der Dienst erfüllt also beinahe alle meine Anforderungen, lediglich wirklich große Bilder bekommt man irgendwie nicht gebacken. Aber da drücke ich jetzt einfach mal ein Auge zu, denn wirklich große Bilder (Auflösung und Dateigröße) gibt man sowieso besser per Datenträger weiter. Vor allem, wenn es viele Bilder sind.

Ansonsten macht der Dienst auf mich einen durchaus aufgeräumten Eindruck. Mal weiter schauen…

Danke also auch an Mike Schnoor für den Tipp.

Überlegungen zum Tagging

Tuesday, den 15. August 2006

In der Magerfettstufe werden jetzt auch Tags zur feineren Verschlagwortung verwendet. Nils nutzt ein WordPress-Plugin, welches die vergebenen Tags direkt auf die Blog-Suchmaschine (den Blog-Indexer) Technorati verlinkt, so dass man als Leser von seinem Blogartikel unmittelbaren Zugang zum weltweiten Kosmos von Artikeln zum gleichen Schlagwort erhält.

Ich möchte das Thema hier also nochmals aufgreifen, da ich es nach wie vor für sehr interessant und diskutierenswert halte, und Zweierlei anmerken:

1. Wohin verlinken?

Ich verwende ein anderes Plugin (Jerome’s Keywords), das die Schlagwörter nicht in Richtung Technorati verlinkt, sondern in Richtung eigenes Blog und damit auch eine bloginterne »Tag-Wolke« aufbaut. Zudem baut es diese Tags in den Atom-Feed ein. Den wiederum holt sich der Technorati-Spider schön brav ab und indiziert die darin gefundenen Tags.

Ich hielte eine Lösung für interessant, welche die Schlagwörter quasi doppelt verlinkt: ins eigene Blog und nach Technorati. Also vielleicht in der Form: Blog-Link (T)
Oder so ähnlich. Ich sollte mal schauen, ob ich etwas derartiges nachträglich irgendwie manuell einbauen kann…

2. Die Schlagwort-Auswahl

Spätestens an diesem Punkt sollte jedem klar werden, dass ›Tagging‹ kein billig zu habendes beiläufiges Vergnügen ist, sondern eine durchaus anspruchsvolle Angelegenheit. Nils weist auf die Problematik hin, herauszufinden, inwiefern sich bei bestimmten Begrifflichkeiten schon Konventionen herausgebildet haben könnten – von der Vielsprachigkeit des Internet einmal ganz abgesehen.

Verwende ich also (wie unten) das Schlagwort »Web 2.0« oder hat sich vielleicht schon so etwas wie »Web20« eingebürgert?

›Tagge‹ ich »Soziale Software« oder »Social Software«?

Werden allgemein bei bekannten Personennamen die vollen Namen als Tags verwendet (wie ich es tue) oder bloß die Nachnamen?

Ich rate bei solchen Fragen, einfach mal kurz vor dem Abschließen eines Blogartikels die ausgewählten Schlagwörter in verschiedenen Varianten bei Technorati nachzuschlagen, um zu sehen, ob sich ein gewisser konventioneller Trend erkennen lässt.

Und ich rate auch ganz bewusst zu einer sprachpolitischen Haltung, dort deutsche Begrifflichkeiten zu verwenden, wo keine Namens-konventionelle Notwendigkeit zur Verwendung englischer Begriffe besteht. Ich bevorzuge also z.B. klar »Soziale Software« vor »Social Software«.

Und schließlich

Da Sascha Carlin gestern ganz mirakulös von Feddisch! schrieb und sich womöglich auf seine Diplomarbeit bezog, steht uns Tagging-Interessierten wohl demnächst interessante wissenschaftliche Lektüre zum Thema ins Haus…

Tagging

Sunday, den 7. Mai 2006

Hasematzel schreibt sehr erhellend und ausführlich über das Phänomen »Tagging«, über dessen offensichtlich wachsende Bedeutung und über den Einfluss, den es auf die Art und Weise haben kann, wie wir heute und zukünftig womöglich Informationen kategorisieren. Besonders interessant ist dabei sicher der Unterschied zwischen der herkömmlichen Art der hierarchischen Ordnungssysteme (bis hin zu Computer-Dateisystemen) gegenüber einer an einem Kriterium der – ich nenne es mal so – ›horizontalen Relevanz‹ ausgerichteten Systematik.

Sehr interessant zu lesen, plus einer kleinen Auswahl an guten weiterführenden Quellen.

In diesem Zusammenhang ist sicherlich auch zu bedenken, dass die Verwendung von Tags eine gewisse Verantwortung erfordert, da Ordnungssysteme auf der Basis von Relevanz und Vernetzung nicht zuletzt abhängig sind von tatsächlich zutreffenden inhaltlichen Zuordnungen. (Ich mag mir jetzt gar nicht ausmalen, wie die Parasiten am Web-Rand schließlich auch noch das Tagging für ihre billigen Geschäftchen zu missbrauchen trachten dürften)

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