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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Hängendes Stöckchen

Monday, den 14. Juli 2008

Das Stöckchen, der mich hier und heute ereilt hat, ist ein echter Hänger. Irgendwie funktioniert das nicht.

Das einzige Blog in meiner Blogliste (ich habe ja keine echte Blogrolle), das mit dem geforderten ›C‹ beginnt, ist einer der Kandidaten, die ich aufgrund gegen Null gehender Aktualisierungs­rate für die nächste Lösch­aktion vorgesehen habe. Das Blog kann ich also an dieser Stelle kaum noch empfehlen.

Und jetzt? Jetzt soll ich den Stock weiterwerfen, wo ich doch weiß, dass die meisten Blogger, die ich bisher mit Stöckchen bedacht habe, bei solchen Gelegenheiten gerne ihre generelle Stockverweigerung kundtun. Das nervt.

Ich mache es stattdessen wieder einmal so, dass ich den Stock hier zur gefälligen Mitnahme liegen lasse in der Hoffnung, dass einer meiner regelmäßigen Leser mindestens ein Blog in seiner Blogrolle findet, dessen Name mit ›C‹ beginnt, und das er gerne empfehlen mag.

Auf die Gefahr hin, dass dieser Alphabet-Stock schon kurz nach ›B‹ im Sand verendet …

Stock und Buch

Friday, den 8. Februar 2008

Kaum guggstu nach Westen in Richtung Rhein/Mosel, kommt schon ein Stöckchen angesemmelt. Kurz geduckt und prompt hinterhergerannt, wie immer, fordert es mich auf:

  1. Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten
  2. Schlage Seite 123 auf
  3. Suche den fünften Satz auf der Seite
  4. Poste die nächsten drei Sätze
  5. Wirf das Stöckchen an fünf Blogger weiter

Schaung wer mal …

»Diane!«, rief er. Sie bedeutete ihm ruhig zu sein und lächelte nervös in meine Richtung. »Es ist nur so ein Gadget«, flüsterte sie und nickte uns beiden zu, bevor sie wieder nach draußen schlüpfte.

Das Buch, aus dem diese Passage stammt, ist … das dritte Buch in meiner Nähe mit mindestens 123 Seiten. :mrorange:

OK. Der Roman hat in einem der letzten Jahre den Hugo-Award für den besten Roman gewonnen.

Werfen tue ich von hier aus nichts mehr, denn ich habe inzwischen zu oft das Pech gehabt, lesen zu müssen, dass meine Wurfziele generell auf keine Stöckchen reagieren.

Wer es also haben will: Hol’s Stöckchen!

Nachtrag 21. Februar, 8:25 Uhr:

Ich hatte ursprünglich aus Versehen die Passage von Seite 122 zitiert. Das habe ich soeben korrigiert. Halb-stillschweigend sozusagen.

Buch-Stock

Friday, den 28. September 2007

Im hohen Hamburg liegt für mich ein Stöckchen abholbereit – und da ich ein alter Bücherfreund bin, nehme ich es gerne auf.

Liest du gerne?
Würde ich sonst etwa diesen Stock …? Nein, klar lese ich gerne, spätestens seit meiner frühen Jugend. Ich würde locker eher aufs Fernsehen verzichten als auf Bücher. Heute lese ich wieder ›mehr gerne‹ und regelmäßiger als noch vor einigen Jahren. Zwischen zwei Büchern mache ich normalerweise keine Pause. Leider bin ich kein Schnellleser, so dass ich nicht gar so viele Bücher lesen kann, wie ich gerne würde.
Wenn ja, welches Genre?
Mein ältester Favorit ist die Science Fiction, besonders das Subgenre, das man vielleicht »Social Fiction« nennen kann und das meist mit dystopischen Welt- und Gesellschaftsvisionen beschäftigt. James Graham Ballard ist da vor allem zu nennen.
Daneben habe ich seit jüngerer Zeit ein gewisses Faible für das Thriller-Subgenre des forensischen Thrillers entwickelt. (P. Cornwell, K. Reichs, T. Gerritsen). Es darf aber auch gerne der harte Thriller Gut gegen Böse sein, meinetwegen mit Verschwörungsgehalt, mit phantastischen und Horror- Elementen durchsetzt. (Also Dean Koontz)
Dein letztes Buch hieß wie?
Matt Ruff, Bad Monkeys
Würdest Du es weiter empfehlen?
Freilich! Habe ich bereits!
Warum hast Du Dir genau dieses Buch zugelegt?
Habe im Literaturblog darüber gelesen und dann mal im Buchladen reingeblättert. Schien mir sehr interessant. Und schon war’s gekauft.
Welches war das miserabelste Buch, dass Du je in der Hand hattest?
Pffff… :unsure: Nachdenken. Da ich bisher eigentlich immer gut beraten war und aus eigener Initiative nicht zu allzu leichtfertigen Experimenten der Art »einfach-mal-drauf-einlassen« neige, bin ich von Totalreinfällen weitgehend verschont geblieben. Es gibt so ein paar Bücher, die ich angelesen und dann gleich wieder enttäuscht ins Regal gestellt habe, weil sie mir zu Beginn irgendwie überhaupt nichts zu sagen hatten. Aus verschiedenen Gründen. Z.B. seinerzeit Clive Barkers »Das Tor zur Hölle« (oder: »Hellraiser«, übrigens wurde trotz des Buches einer der besten Horrorfilme der achtziger Jahre daraus). Oder »Neuromancer« von William Gibson, das mir mit seiner gezwungen ›punkigen‹ Sprache damals schlicht auf den Wecker ging. (Das betrifft zumindest die deutsche Übersetzung).
Da fällt mir ein: Vielleicht, und das liegt jetzt sehr lange zurück, miserabelst im Sinne des nach meiner klaren Überzeugung abwegigsten Blödsinns, den ich je gelesen habe, müsste ich Dänikens »Erinnerungen an die Zukunft« nennen. Das habe ich einige Jahre nach Erscheinen (1968) gelesen, da muss ich fünfzehn oder sechzehn Jahre jung gewesen sein – und es war mir wirklich Kapitel für Kapitel völlig offensichtlich, dass das alles derart an den Haaren herbeigezogen und manipulativ verwurstet … ach, lassen wir das. Zeit- und Wortverschwendung!
Bist Du ein Bücherquäler? Entsorgst Du z.B. die Schutzumschläge, machst Eselsohren oder besudelst die Seiten?
Nimmernie! Nienicht! Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, sehen alle meine Bücher aus wie neu. Abgesehen von der leider unausweichlichen Papieralterung natürlich, die übrigens auf das heute verwendete miserable Papier zurückzuführen ist. Ich knicke übrigens Taschenbücher niemals durch, so dass sie nachher mit verbogenen Rücken im Regal stehen. Ich schreibe vorne auf die erste Seite lediglich mit Bleistift Monat und Jahr der Lektüre rein. Ich bin da penibel. Ich hasse vergammelte Bücher! Deswegen verleihe ich übrigens auch keine Bücher. Habe da früher schlechte Erfahrungen gemacht.
Was machst Du mit den Büchern, wenn Du sie gelesen hast?
Sie wandern ins Regal. Bei Literatur geordnet nach einem wahrscheinlich nicht wirklich nachvollziehbaren System irgendwo zwischen Genre, Autor alphabetisch und Zeit der Lektüre. Irgendwie wohl assoziativ. Und wie gesagt mit Monat und Jahr der Lektüre gekennzeichnet. Bücher sind übrigens Ausdruck von Kultur. Kulturbesitz sozusagen. Mir bedeuten meine Bücher etwas und deswegen will ich sie um mich haben.

So. Der Stock muss weiter. Vielleicht nach Koblenz zur Lyrasia? Und vielleicht noch zum Buch-Blogger (sic!), von dem ich wahrhaft sträflich lange nichts gehört bzw. gelesen habe?

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