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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Strafbrillen auf der Rechnung

Wednesday, den 8. November 2006

Für wie debil halten diese Phishing-Bescheißer einen eigentlich? Für so grenzdebil wie sie selbst sind?

Dieser Betrugsversuch kam gerade herein, nachdem angebliche Bank-E-Mails in der letzten Zeit eher selten waren.

(Angeblich) Von: register-smv[at]postbank.com
Betreff: Deutsche Postbank AG Innovationen.

Text u.a. (HTML-Mail):

Sehr geehrter Kunde, Postbank AG.
Zum gegenwartigen Tag ist viel es Falle das Internet der Gaunerei in Bezug auf die Kunden unserer Bank. Ist dringend wir empfehlen Ihnen, alle Sicherheitsmasnahmen nach dem Schutz der konfidentiellen Information zu ubernehmen. …
Aufgrund der Neuerung liegt das System der Strafbrillen und der grade, nach deren Gesamtheit wir Ihnen dem Zugriff absagen kann oder die zusatzliche Information anfordern. Die summarische Menge der Strafbrillen auf Ihrer personlichen Rechnung hat die Norm nach dem Zustand auf 6. November 2006 ubertroffen.
Fur die Autorisation (die Aktivierung) Ihrer Rechnung in das System Deutsche Postbank AG nach der Verbannung untenangefuhrt vorbeikommen und den Kode der Aktivierung im entsprechenden Dialog einzusetzen. … (Hervorhebungen von mir)

Loses Gesindel…

Spam, Splogs und Überlegungen dazu

Wednesday, den 6. September 2006

Nils erregt sich und weist auf einen sehr lesenswerten Artikel in der Wired hin über das inzwischen offenbar grassierende Phänomen der Splogs – Spam-Blogs.

Ich empfehle wirklich, diesen umfangreichen Artikel zu lesen, denn letzten Endes geht das Thema auch uns alle (Blogger, aber nicht nur diese) an.

Ohne jetzt näher auf die Erkenntnisse und Argumentationen des Artikels eingehen zu wollen, will ich kurz und bündig eine ganz grundlegende Überlegung in den Raum werfen, die mir beim Lesen wieder einmal in den Sinn kam:

Man kann im Kampf gegen Spam (und das Gesindel, das dafür verantwortlich ist) an vielen Punkten versuchen, anzugreifen, letzten Endes wird es immer eine Verteidigung, ein gegenseitiges Hochrüsten und meist ein Kampf gegen Windmühlen sein.

Jetzt die Parolen: :wonder:

  • So lange man mit einem Klick auf einen Link Geld verdienen kann, wird es Spam geben!
  • So lange man mit Seitenabrufen Geld verdienen kann, wird es Spam geben!
  • So lange Dienstleistungen angeboten werden, damit man damit Werbeeinnahmen generieren kann, wird es Spam geben!

Was ich damit sagen will:

Spam (und das Gesindel, das dafür verantwortlich ist) ist nicht aus Versehen in unsere traute (Waren-) Welt gekommen, weil irgendjemand vergessen hat, rechtzeitig die Tür zuzumachen – Spam ist im Grunde ein integraler Teil der kommerziellen Welt. Spam ist nichts weiter als die Generierung von Profit mit geeigneten Werbemaßnahmen, manchmal sogar einschließlich des Verkaufs von Waren.

Lediglich der Grad an Aufdringlichkeit, an dreistem Missbrauch öffentlichen und sozialen Raumes unterscheidet Spam von ›normalen‹ Werbe- und Marketingmaßnahmen.

Der Unterschied ist graduell, nicht prinzipiell.

So kann auch das massive Zupflastern öffentlicher Räume mit Plakaten, Leuchtreklamen und anderen ›Werbe-Installationen‹ durchaus schon als aufdringliches Spamming bezeichnet werden.

Es ist bloß eine Gratwanderung.

Aber letzten Endes sind wir Nutzer, Surfer, und Verbraucher es, die den Spammern die Profite generieren. Wir klicken auf die Links, folgen den beworbenen Wegen…

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  • Boris (Autor) am 20.4.2012:
    Das ist tatsächlich eine Möglichkeit, die ich auch bedenke: augenstille.de umbauen wie...
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    Es reicht ja auch, das Blog mal ein paar Monate / Jahre liegen zu lassen – ich kenne ein...
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