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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Aufbauschen, Übertreiben, Ablenken

Tuesday, den 21. Dezember 2010

Schneechaos, Winterchaos … handelt es sich bei dem nervtötenden medialen Schneechaos-Getöse – ist das eigentlich als Sprachregelung zwischen Journaille und Politik abgesprochen? – nicht vielmehr um ein Ablenken von den wirklichen Ursachen: dem, um beim Begriff zu bleiben, Personalchaos bei betroffenen allen Dienstleistern, die dieser Tage angesichts eines etwas heftigeren Wintereinbruchs schlicht und ergreifend versagen?

Anders ausgedrückt:

Ist es nicht vielmehr so, dass die betroffenen Dienstleister, seien es Räumdienste, Stadtwerke, Deutsche Bundesbahn und Regionalverkehrsverbände im Winter dank jahrelanger krasser Personaleinsparungen kaum mehr Personal zur Bekämpfung des gefallenen Schnees einsetzen, als sie es im Hochsommer tun?

Ich sehe wirklich weit und breit kein Schneechaos, sondern ein Dienstleistungschaos. Und auf den Straßen sind es wie immer bei ungünstigen Bedingungen überwiegend unfähige Autofahrer mit mangelhafter Ausrüstung (z.B. keine Schneeketten), die einen Großteil des Verkehrschaos anrichten. Nicht der Schnee. :shock:

Siehe Nachdenkseiten und auch im ARD-Interview

Drama, Chaos, Katastrophe

Monday, den 11. Januar 2010

Es kommt wohl nicht nur mir so vor, dass inzwischen jegliche Abweichung vom ›normalen‹ Alltagszustand medial mit größtmöglicher Dramatisierung begleitet bzw. aufgebauscht wird.

So wundert es mich seit vielen Jahren schon, warum man den allgemeinen Verkehrsstillstand bei größeren Schneemengen auf den Straßen als »Verkehrschaos« bezeichnet, wo es sich doch eigentlich um das genaue Gegenteil von Chaos handelt: nämlich größtmögliche Ordnung. Eben Stillstand oder langsames, gleichmäßiges Vorankriechen.

Gelegentliches Chaos wird dabei regelmäßig höchstens punktuell von einigen Individuen – und nicht von irgendwelchen »Daisys« – angerichtet, die nicht imstande sind, bei anderen Witterungsbedingungen als sommerlicher Wärme vernünftig Auto zu fahren.

Guten Morgen, Daisy!

Saturday, den 9. Januar 2010

Danke für den Schnee!

Winter - Daisy ist da!

Aber zumindest auf die Gegend hier bezogen war das gestern und vorgestern doch ein wenig zu viel Panik, Hysterie, Gefahrenbeschwörung und Chaosvoraussage, nicht wahr? Ein schönes Thema, um mit geringem Aufwand beste Sendezeit zwischen Reklameblöcken mit einem »Reißer« für die ganze Familie (vor allem die mit den Autofahrern) zu füllen. Dabei hatten wir doch schon öfter Schnee mit angelegentlich viel Wind ohne vorangehendes mehrtägiges und aufgeregtes Medien-Brimborium, z.B. am 24. Februar 2005, um nur ein einziges Beispiel von mehreren zu nennen (zu dem ich ein Bild habe).

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