Tuesday, den 20. Mai 2008
Gerade haben wir per Armutsbericht – also einem Zwischenstand, den ich jetzt einmal ›Agenda 2008‹ nennen will – erfahren, dass die Reformen im Lande auf einem guten Weg sind. 18 Prozent (oder 13 Prozent in der für die verantwortliche Bundesregierung angenehmeren Rechnung) der Bevölkerung unter der Grenze zur Armut oder hart daran sind ein ordentlicher Zwischenstand. Zumindest das Fünftel, also 20 Prozent, sollten bis zur Einlösung der Agenda 2010 erreichbar sein.
Der heutige Verzicht auf das – ganz im Rahmen der üblichen Mitnahmementalität – angestrebte generöse Hartz-IV-Update der Abgeordneten-Einkünfte wird aber sicher keinen Beitrag zum Erreichen dieses Fünftels leisten …
Nicht, dass das in meinen Augen in irgendeiner Weise geeignet wäre, das Bild, das Politiker in diesem Lande abgeben, zu verbessern: Einem Hund, der das Schnappen nur mal eben kurz reumütig unterlässt, weil man ihm mir der Zeitung eins auf die Schnauze gegeben hat, traut man zu Recht auch nicht wirklich über den Weg.