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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Bevormundungspolitik

Thursday, den 3. Juli 2008

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) lässt eben einmal kurz die (Partei-) Maske sozialer Gesinnung fallen und redet in Sachen Kindergeld­erhöhung einer – seiner Partei wohl wesens­nahen – staatlichen Bevor­mundungs­politik das Wort:

Eine Erhöhung um acht oder zehn Euro hat den Gegenwert von zwei Schachteln Zigaretten oder zwei großen Pils. Ich fürchte, das Geld kommt bei den Kindern in vielen Fällen nicht an

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Auf einem gutem Weg

Tuesday, den 20. Mai 2008

Gerade haben wir per Armutsbericht – also einem Zwischenstand, den ich jetzt einmal ›Agenda 2008‹ nennen will – erfahren, dass die Reformen im Lande auf einem guten Weg sind. 18 Prozent (oder 13 Prozent in der für die verantwortliche Bundesregierung angenehmeren Rechnung) der Bevölkerung unter der Grenze zur Armut oder hart daran sind ein ordentlicher Zwischenstand. Zumindest das Fünftel, also 20 Prozent, sollten bis zur Einlösung der Agenda 2010 erreichbar sein.

Der heutige Verzicht auf das – ganz im Rahmen der üblichen Mitnahmementalität – angestrebte generöse Hartz-IV-Update der Abgeordneten-Einkünfte wird aber sicher keinen Beitrag zum Erreichen dieses Fünftels leisten …

Nicht, dass das in meinen Augen in irgendeiner Weise geeignet wäre, das Bild, das Politiker in diesem Lande abgeben, zu verbessern: Einem Hund, der das Schnappen nur mal eben kurz reumütig unterlässt, weil man ihm mir der Zeitung eins auf die Schnauze gegeben hat, traut man zu Recht auch nicht wirklich über den Weg.
:mrorange:

Unterschichten

Wednesday, den 18. Oktober 2006

…entstehen nicht zuletzt auch durch verwahrloste Politik und sozialpolitischen Kahlschlag. Man könnte das, was in den letzten Jahren in die Wege geleitet wurde (und weiterhin wird), auch die politisch initiierte Asozialisierung von Teilen der Gesellschaft nennen. Eine selbstgerechte Politik, die längst abseits gesellschaftlicher Realitäten in trautem Eigensinn operiert, schafft sich selbst höchst geschäftig die Sündenböcke, auf deren Rücken sie schließlich die letzten lästigen Brocken des einstigen Sozialstaats abträgt.

Aber Spaß beiseite, hin zu den Möglichkeiten, der ganzen inszenierten Misère noch etwas Amüsantes abzugewinnen:

Wir sollten Unterschichten-Blogs gründen!

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Zuletzt Kommentiert:

  • Boris (Autor) am 20.4.2012:
    Das ist tatsächlich eine Möglichkeit, die ich auch bedenke: augenstille.de umbauen wie...
  • Hokey am 20.4.2012:
    Es reicht ja auch, das Blog mal ein paar Monate / Jahre liegen zu lassen – ich kenne ein...
  • Boris (Autor) am 14.2.2012:
    Ich hatte 2003 schon einmal einen Satz Ohrmuscheln bestellt. Hatte einfach dort angerufen...
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    Verdammt, und ich hab meinen irgendwann vor vielen Jahren schon mal weggeworfen wegen zerfallener...
  • Boris (Autor) am 25.1.2012:
    Den hätte ich lauthals ausgelacht und gefragt, wie es sein könne, dass sein Köter Haufen...
  • Perun am 25.1.2012:
    Ja, das ist ärgerlich und unnötig. Vor allem kriegt man das ganze nicht so einfach ab, wenn man...

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