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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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… und ab!

Tuesday, den 1. März 2011

Na endlich! Dieses durchaus beeindruckende Schaustück schmierigster opportunistischer Günstlingswirtschaft hat zumindest politisch erst einmal ein Ende gefunden.

Und die Bundeskanzlerin hat auch wieder einmal klar gezeigt, dass brachiales Machtkalkül, Dünkel, dreiste Arroganz gegenüber der demokratischen Öffentlichkeit und gegenüber dem versammelten Wissenschaftsbetrieb eine Kernkompetenz ihres gesamten politischen Aktionsradius darstellen. In einer politischen Landschaft, die noch einen Funken Anstand und Ehrlichkeit (auch Ehrenhaftigkeit) ihr Eigen nennen dürfte, wäre auch sie heute selbstverständlich zurückgetreten.

Aber lassen wir es gut sein mit dieser neuerlichen Darstellung, in all ihrer offenbarenden Nacktheit, was konservative politische Kreise unserer Regierung wirklich unter »konservativen Werten« verstehen. So genau und klar wollte ich das doch gar nicht wirklich wissen. Mir reicht es für gewöhnlich, wenn ich diese ganze Verlogenheit bloß ahnen muss.

Wissenschaftliche Qualität

Thursday, den 17. Februar 2011

Egal, wie unser Herr Verteidigungsminister seine Dissertation erstellt hat, ob nun absichtlich unter großzügiger Verwendung und damit Aneignung nicht ge­kenn­zeichneter fremder Inhalte (einschließlich der Übernahme von Rechtschreib- bzw. Zeichen­setzungs­fehlern, was nicht geprüftes Copy&Paste anzeigt) oder schlampig abgefertigt mit auffällig vielen umfangreichen, nicht gekenn­zeichneten und referenzierten Zitaten, klar ist in beiden Fällen für mich jedenfalls Folgendes:

Eine solche Arbeit kann in meinen Augen niemals mit der Bestbewertung »summa cum laude« beurteilt werden. Zur Qualität einer wissen­schaftlichen Arbeit gehören (nicht nur) meiner Meinung nach unabdingbar auch die Erfüllung formaler Qualitätskriterien.

Mir drängt sich dabei einfach unwillkürlich die Frage auf, ob hier nicht etwa eine akademische Gepflogenheit offenkundig wird, die wissen­schaftlichen Qualitäten unseres Top-Politnach­wuchses großzügig, sozusagen nach Gutsherrenart (sic!), karrieredienlich zu schönen?

Ps: Ich habe keinen Doktortitel, aber einen Magistergrad, zu dessen Erlangung ich neben anderen Prüfungen eine umfang­reichere wissen­schaftliche Arbeit einreichen musste. Dabei sind die Ansprüche an wissen­schaftliche Originalität und Qualität sowie hinsichtlich eines gewissen erschöpfenden Umfangs selbst­verständlich deutlich geringer als bei einer Dissertation.

Meine Abschlussarbeit ist jedoch völlig frei von formalen Fehlern und sämtliche über­nommenen Textpassagen sind als Zitate gekenn­zeichnet und referenziert. Angesichts dieser peinlichen Affäre sehe ich mich nun doch veranlasst, nach vielen Jahren wieder einmal ein Stück weit stolz auf meine damalige (geringe) wissenschaftliche Arbeit zu sein.
:smile:

Die Katze ist wohl aus dem Sack!

Tuesday, den 23. November 2010

Das große Terror-Bedrohungsszenario ist ausgepackt: Dieses Mal wurde die Katze offenbar, wie ich mal unfein vermute, wohlportioniert schrittweise in kurzen Zeitabständen aus dem Sack gelassen:
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