Phrasen dreschen im Triplett
Sunday, den 30. August 2009
Selbst – oder gerade – bei drei gleichzeitig stattfindenden Landtagswahlen kann man im Grunde kurz nach Verkündung der ersten Hochrechnungen den Fernseher abschalten. Es sei denn, man will unbedingt live erleben, wie sich eine unsägliche Schlammmasse semantischer Umweltverschmutzung aus den Lautsprechern ins Zimmer wälzt. Je mehr politische Führungsfiguren zu Wort kommen, desto mehr vergrößert sich linear die Unmenge abgesonderter sinnleerer Politphrasen. Wäre das nicht derart traurig, könnte man es wenigstens noch als ganz schlechtes Kabarett betrachten.
(Ganz besonders putzig fand ich ja den Herrn Steinmeier bei seinem Auftritt vor Parteifreunden, wie er mit festgetackertem, geradezu kosmetischem Lächeln die großen Wahlerfolge verkündete. Ja, so sehen Sieger aus!)
Aber mein Gott, was erwarte ich …


