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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Möbelarium

Sunday, den 11. März 2007

So gerne ich gelegentlich in Möbelhäusern stöbern gehe, so sehr bin ich meist enttäuscht von der breiten Einfallslosigkeit der Möbeldesigner. Meine besondere Nemesis scheinen dabei Couchtische und Sofas zu sein.

Couchtische werden, davon bin ich inzwischen völlig überzeugt, von angehenden Möbeldesignern entworfen, die mangels Kreativität und Qualitätsbewusstsein schließlich die Aufnahmeprüfung an Hochschulen für Gestaltung und Design nicht schaffen.

Eine Großzahl von Couchtischen ist entweder durchgehend missgestaltet und wird bevorzugt an geschmacksbefreite Zielgruppen verkauft, oder die leidige Gestaltungskompetenz reicht nur bis zum oberen Ende des Gestells. Worauf schließlich der Vertrieb entscheidet, dass der Verwurf des Gebildes zu teuer wäre und deswegen einfach eine dicke grüne Glasplatte oben drauf gelegt wird – und ab ins Prospekt damit.
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Sofa-Ödnis, auf ein Neues

Monday, den 16. Oktober 2006

Vor rund einem Jahr hatte ich über die Ödnis der Suche nach einem ordentlichen Sofa geschrieben, dessen Preisrahmen sich nach Möglichkeit unterhalb eines Vorstands-Monatseinkommens bewegt. Inzwischen war natürlich wieder – alle Jahre wieder – der Überblicksbesuch beim schwedischen Standard-Möbelhaus fällig. Nicht viel Neues unter der gelb-blauen Sonne, mit einer Ausnahme. Bei einem Sofa-Systemmodell gefällt angesichts des höchst günstigen Preises durchaus die Machart wie auch die akzeptabel definierte Polsterung.

Aber die Auswahl an Bezugsstoffen und -Farben… welch eine Enttäuschung.

Natürlich kann man für vergleichsweise wenig Geld keine qualitativen Höhenflüge erwarten, was handwerkliche Verarbeitung und hochwertige Materialien angeht. Es ist dann eben kein Klasseprodukt eines traditionsreichen Möbelherstellers. Und sicher erhält man auch keine überzeugende und umfangreiche Farb- und Bezugsstoffpalette zur Auswahl, die einem die Entscheidung wirklich schwer macht.

Aber kann man nicht wenigstens ein paar wenige ansprechende, frische und klare Farben oder Muster erwarten?

Aber gut. Bei einem anderen Möbelhaus habe ich tatsächlich Exemplare der Gattung gesichtet und probegesessen, die einen zweiten, intensiveren Blick lohnen könnten…

Ich will ja auch nicht über Gebühr nörgeln. Sonst würde ich noch anfangen, über die Auswahl eines akzeptablen Couchtisches zu schreiben. Couchtische sind nämlich der natürliche Sammelpfuhl für die schlechtesten Designer der Welt. Und Lampen. Aber davon… Schweigen.

Schwedische Schwabbel-Polster

Wednesday, den 7. September 2005

Heute also die alljährliche Ikea-Rundtour zum entspannten Neuheiten-Gucken. Mache ich mindestens einmal im Jahr schon aus Tradition. Heute mal ein paar Sofas sitzgeprobt, weil doch in nicht allzu ferner Zeit mal was neues Polstriges die Bude schmücken soll. Erkenntnis?

Selten habe ich derart geballt schlecht gesessen!

Die meisten Sofas haben eine entsetzlich schlechte Polsterung, in der Regel völlig undefiniert weich oder (selten) unmotiviert hart. Bei manchen Armlehnen stößt man bei etwas energischer Armauflage unvermittelt auf die harten Holzkanten darunter. Indiskutabel.

Kürzlich erst in zwei anderen Möbelgeschäften die Erfahrung gemacht, dass es durchaus möglich ist, auch ohne Bereitschaft zur langfristigen Totalverarmung ein ordentliches Sofa mit brauchbarer Polsterung sowie anständigen Bezugsstoffen käuflich zu erwerben. Natürlich und bekanntlich sind Qualitäts- und Preisrahmen nach oben hin fast unbegrenzt…

Ansonsten immer wieder die Erkenntnis, dass man bei Ikea manch gute Design-Idee findet, die mit minderwertigen Materialien oder/und Verarbeitung ausgeführt im Grunde zunichte gemacht wird. (Andererseits… die anderen Betonfladen-Möbeldiscounter draußen vor den Städten führen meist nicht einmal gute Design-Ideen zu Schau…)

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