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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Mal strikt gesehen

Friday, den 29. September 2006

Das cne_LOG verbreitet erfreulicherweise einen neuerlichen Aufruf des amerikanischen Webdesigners Roger Johansson, das Markup von Webseiten doch so langsam, aber sicher von den Übergangs-Dokumenttypen (X)HTML Transitional auf die endgültigen strikten Dokumenttypen (X)HTML Strict umzustellen. Und zwar ganz unabhängig davon, ob man HTML 4.x oder XHTML 1.x verwendet.

O.a. Artikel bietet darüberhinaus eine Reihe interessanter und weiterführender Links zum Thema, auf die ich an dieser Stelle natürlich nur hinweise. Auch sei auf die interessante Kommentar-Diskussion im Anschluss an die beiden Johannson-Artikel verwiesen.

Ich möchte dagegen die Umsetzung nebst darauf folgendem kurzen Praxischeck am Beispiel dieses Blögchens erläutern.

Da ich mich gerade mit Ideen zu einer kleinen Layout-Auffrischung beschäftige und zu diesem Zweck sicher eine Reihe von Anpassungen im Stylesheet werde vornehmen müssen, war ich wohl für diese Basis-Anpassung des Dokumenttyps geradezu sensibilisiert und habe diese schon einmal vorgezogen. Wohl erwartend, dass mir die beiden geneigten Validatoren Fehlermeldungen entgegnen würden. Was sie unmissverständlich taten.
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Semantisches Markup: Übergeneralisierung

Tuesday, den 24. Januar 2006

Björn Seibert befasst sich mit einem merkwürdigen Phänomen, welches in der Diskussion um standardkonformes und barrierefreies Webdesign mitunter zu beobachten ist. Man könnte es mit dem Begriff »Übergeneralisierung« (aus der Linguistik) umschreiben.

Der diskutierte Ansatz will völlig auf den Einsatz von »div«-Elementen verzichten, da sie keinerlei semantische Relevanz hätten und insofern dem Einsatz für Barrierearmut respektive Zugänglichkeit und Usability im Wege stünden.

Die Übergeneralisierung besteht nun einfach darin, einen Aspekt des Anspruches – die semantische Relevanz inhaltlich strukturierender Elemente eines HTML-Dokumentes – auf die gesamte Struktur eines solchen Dokumentes anzuwenden.

Das ist im Grunde aber völlig unangemessen, gerade auch unter Aspekten der Barrierearmut und Zugänglichkeit und Usability!

Denn »div«-Elemente dienen tatsächlich als »Bereichs-Container« der visuellen Struktur eines Dokuments, mithin der Präsentation (presentation) desselben und sind vorrangig zur Aufnahme gestalterischer Maßnahmen mit Hilfe von Cascading Stylesheets (CSS) vorgesehen.

Sie sind, auch wenn der Vergleich etwas holprig erscheint, durchaus mit den Einstellungsmitteln für die Seiteneinteilung bei gedruckten Dokumenten vergleichbar, wie z.B. der Festlegung der Spalteneinteilung, der Seitenränder, der Kopf- und Fußbereiche und anderes mehr.

Gerade die »div«-Elemente sind als vernünftige Errungenschaft in der Entwicklung (und den Standard-Definitionen) von HTML/CSS anzusehen, denn sie sind es, die verhindern sollen, dass semantische Elemente zur Erzeugung der inhaltlichen Struktur eines Dokuments zu präsentationalen Zwecken mißbraucht werden.

Es ist aber andererseits natürlich zu beachten, Komponenten der Darstellung und Gestaltung nicht überzustrapazieren und verschachtelte »DIV-Wüsten« zu erzeugen – und damit quasi auf dem standardkonformen Umweg in alte Unsitten der Art »Wer kann Layouttabellen am tiefsten verschachteln?« zurückzufallen.

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