Störende Filmbilder
Monday, den 31. Oktober 2005
Gestern Abend ein neues Buch zu lesen angefangen, eines, dass schon länger im Regal auf sein Ablesen wartet:
Schon die ersten beiden Seiten… und dann nach knapp dreißig Seiten plötzlich: »Was ist denn hier los? Wieso entstehen in meinem Kopf Bilder, die nicht meiner Fantasie entstammen?« Weiterlesen. Es wird immer deutlicher: Bilder, die aus einem Film stammen! Ich fange an zu grübeln, welcher Film sich hier ungefragt einmischt. Dieser Roman von Koontz wurde meines Wissens nicht verfilmt. Ein erster Verdacht keimt auf. Weiterlesen. Ziemlich grausame Morde sind geschehen, die Protagonistin schleicht unentdeckt, aufs Höchste angespannt durchs Haus…
Die Bilder in meinem Kopf stammen aus diesem Film! Heute Morgen dann mal kurz kombiniert gesucht und an diversen Orten fündig geworden: Offenbar basiert der Film zumindest in Grundzügen auf diesem Roman, und dies meines Wissens, ohne es kenntlich zu machen.
Wie auch immer, ich habe vorläufig weitere inhaltliche Ermittlungen eingestellt, um den Film möglichst weit im Hintergrund lassen zu können – zugunsten meiner eigenen Bilder, die durch Koontz’ Erzählweise angestoßen werden. Und die dürften, das zeigt gerade meine Erfahrung mit zahlreichen anderen Romanen des Autors, wesentlich reichhaltiger und spannungsvoller sein als das, was ein Film erzeugen kann, wie nachhaltig drastisch seine Bildwelt auch sein mag.


