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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Blogparade: Shakespeare oder Dan Brown?

Thursday, den 10. Juli 2008

Kurz vor Torschluss – was die Verlosung angeht … :mrgreen: … aber das ist nicht wirklich der Punkt – eine Blogparade:

Lilly Berry fragt:

Shakespeare oder Dan Brown? Wie viel Literatur steckt in Euch?

Gehört ihr noch zu der Kategorie Bücherwurm oder hat die Multimedia-Welt euch fest im Griff?

Ich bin Bücherwurm seit meiner Jugend, und ich bin gleichzeitig durch Arbeit und privates Interesse fest verwurzelt in der Internet- und Medienwelt. Beide Interessen beeinträchtigen sich in keiner Weise, im Gegenteil: Durch die Informations­möglichkeiten im Web bin ich inzwischen auf viele Autoren und Bücher gestoßen, die mir vor dieser multimedialen Zeit wahrscheinlich entgangen wären.
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Leseschnecken und Lesewiesel

Tuesday, den 16. Oktober 2007

Wenn ich einen Roman gelesen habe, schaue ich gerne einmal in den Amazon-Leserwertungen, zu welchem Urteil andere Leser gelangt sind. Manchmal – nun ja, eher selten – ist das ganz erhellend. Wenn ich dann aber in Bezug auf einen runden 500- oder 600-Seiter lese, dass jemand ihn in zwei Tagen verschlungen hat, dann frage ich mich, ob ich tatsächlich eine gehörige Leseschnecke bin oder ob manche der Schreiber dort einfach nur schwätzen.

Bei mir schließt das bettliegende Lese-Dreiviertelstündchen jeden Tag ab, und ich schaffe auf diese Weise je nach Schreibe eines Autors und meiner akuten »Gepacktheit« durch einen Text üblicherweise zwischen 25 und 40 Seiten pro Sitzung »Liegung«.

Macht bei rund 500 bis 600 Seiten … ja genau … :???:

Buch-Stock

Friday, den 28. September 2007

Im hohen Hamburg liegt für mich ein Stöckchen abholbereit – und da ich ein alter Bücherfreund bin, nehme ich es gerne auf.

Liest du gerne?
Würde ich sonst etwa diesen Stock …? Nein, klar lese ich gerne, spätestens seit meiner frühen Jugend. Ich würde locker eher aufs Fernsehen verzichten als auf Bücher. Heute lese ich wieder ›mehr gerne‹ und regelmäßiger als noch vor einigen Jahren. Zwischen zwei Büchern mache ich normalerweise keine Pause. Leider bin ich kein Schnellleser, so dass ich nicht gar so viele Bücher lesen kann, wie ich gerne würde.
Wenn ja, welches Genre?
Mein ältester Favorit ist die Science Fiction, besonders das Subgenre, das man vielleicht »Social Fiction« nennen kann und das meist mit dystopischen Welt- und Gesellschaftsvisionen beschäftigt. James Graham Ballard ist da vor allem zu nennen.
Daneben habe ich seit jüngerer Zeit ein gewisses Faible für das Thriller-Subgenre des forensischen Thrillers entwickelt. (P. Cornwell, K. Reichs, T. Gerritsen). Es darf aber auch gerne der harte Thriller Gut gegen Böse sein, meinetwegen mit Verschwörungsgehalt, mit phantastischen und Horror- Elementen durchsetzt. (Also Dean Koontz)
Dein letztes Buch hieß wie?
Matt Ruff, Bad Monkeys
Würdest Du es weiter empfehlen?
Freilich! Habe ich bereits!
Warum hast Du Dir genau dieses Buch zugelegt?
Habe im Literaturblog darüber gelesen und dann mal im Buchladen reingeblättert. Schien mir sehr interessant. Und schon war’s gekauft.
Welches war das miserabelste Buch, dass Du je in der Hand hattest?
Pffff… :unsure: Nachdenken. Da ich bisher eigentlich immer gut beraten war und aus eigener Initiative nicht zu allzu leichtfertigen Experimenten der Art »einfach-mal-drauf-einlassen« neige, bin ich von Totalreinfällen weitgehend verschont geblieben. Es gibt so ein paar Bücher, die ich angelesen und dann gleich wieder enttäuscht ins Regal gestellt habe, weil sie mir zu Beginn irgendwie überhaupt nichts zu sagen hatten. Aus verschiedenen Gründen. Z.B. seinerzeit Clive Barkers »Das Tor zur Hölle« (oder: »Hellraiser«, übrigens wurde trotz des Buches einer der besten Horrorfilme der achtziger Jahre daraus). Oder »Neuromancer« von William Gibson, das mir mit seiner gezwungen ›punkigen‹ Sprache damals schlicht auf den Wecker ging. (Das betrifft zumindest die deutsche Übersetzung).
Da fällt mir ein: Vielleicht, und das liegt jetzt sehr lange zurück, miserabelst im Sinne des nach meiner klaren Überzeugung abwegigsten Blödsinns, den ich je gelesen habe, müsste ich Dänikens »Erinnerungen an die Zukunft« nennen. Das habe ich einige Jahre nach Erscheinen (1968) gelesen, da muss ich fünfzehn oder sechzehn Jahre jung gewesen sein – und es war mir wirklich Kapitel für Kapitel völlig offensichtlich, dass das alles derart an den Haaren herbeigezogen und manipulativ verwurstet … ach, lassen wir das. Zeit- und Wortverschwendung!
Bist Du ein Bücherquäler? Entsorgst Du z.B. die Schutzumschläge, machst Eselsohren oder besudelst die Seiten?
Nimmernie! Nienicht! Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, sehen alle meine Bücher aus wie neu. Abgesehen von der leider unausweichlichen Papieralterung natürlich, die übrigens auf das heute verwendete miserable Papier zurückzuführen ist. Ich knicke übrigens Taschenbücher niemals durch, so dass sie nachher mit verbogenen Rücken im Regal stehen. Ich schreibe vorne auf die erste Seite lediglich mit Bleistift Monat und Jahr der Lektüre rein. Ich bin da penibel. Ich hasse vergammelte Bücher! Deswegen verleihe ich übrigens auch keine Bücher. Habe da früher schlechte Erfahrungen gemacht.
Was machst Du mit den Büchern, wenn Du sie gelesen hast?
Sie wandern ins Regal. Bei Literatur geordnet nach einem wahrscheinlich nicht wirklich nachvollziehbaren System irgendwo zwischen Genre, Autor alphabetisch und Zeit der Lektüre. Irgendwie wohl assoziativ. Und wie gesagt mit Monat und Jahr der Lektüre gekennzeichnet. Bücher sind übrigens Ausdruck von Kultur. Kulturbesitz sozusagen. Mir bedeuten meine Bücher etwas und deswegen will ich sie um mich haben.

So. Der Stock muss weiter. Vielleicht nach Koblenz zur Lyrasia? Und vielleicht noch zum Buch-Blogger (sic!), von dem ich wahrhaft sträflich lange nichts gehört bzw. gelesen habe?

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