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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Denkblockaden en gros

Monday, den 9. Juli 2007

und enthemmt von Denkverboten, via Heise:

Die Kanzlerin äußerte sich über ihren Sprecher auch erstmals zum Streit über die jüngsten Überlegungen ihres Innenministers zum Umgang mit potenziellen Terroristen und “Gefährdern” Demnach habe man im Bundeskanzleramt keinen Zweifel daran, dass Schäuble “kein leichtfertiger Mensch” sei, sondern vielmehr “seine Worte mit Bedacht wählt”. Angesichts einer “unbestreitbaren neuen terroristischen Bedrohung” dürfe es nach Meinung Merkels “weder Denkblockaden noch Denkverbote geben”.

Wenn man ernsthaft glaubt, dass einem das vernunftgemäße Denken verboten wurde, und man sich in einen schieren Wahn angeblich Terrorprophylaxe versteigt, dann merkt man am Ende nicht einmal mehr, dass man offenkundig selbst an einer gewaltigen Denkblockade leidet.

Und wozu übrigens die Freiheit, hemmungslos alles denken und in die Tat umsetzen zu dürfen, führt, haben wir in Deutschland schon einmal drastisch erleben müssen. Ich habe langsam das untrügliche Gefühl, dass bei manchen Protagonisten unserer politischen Landschaft inzwischen alle rechtsstaatlichen – um nicht zu sagen zivilisatorischen – Dämme gebrochen sind.

Wie FDP-Chef Guido Westerwelle zitiert wird:

Die Erschießung auf Verdacht sei kein Mittel eines Rechtsstaats, sondern ein Gedanke des Feindstrafrechts.

Da stimme ich ihm in vollem Umfang zu – nein, ich verschärfe noch: »Die Erschießung auf Verdacht« ist ein geradezu bodenloser Gedanke, der bestenfalls einem totalitären Willkürregime ›gut zu Gesicht‹ steht.

Es stinkt gewaltig zum Himmel im Lande!

Via kiesow.

Sichere Einstellung eines Virenscanners

Monday, den 11. Dezember 2006

Wer aus Performancegründen seinen Virenscanner (egal, ob permanenter Wächter oder manuell gestarteter Scanner) nur auf ausführbare Dateien loslässt, geht offensichtlich ein großes Risiko ein. Er läuft Gefahr, sich Schädlinge einzufangen, die möglicherweise mal eben schnell den Virenscanner und andere Sicherheitstools »abklemmen«, um ungestört ihrer kriminellen Arbeit nachgehen zu können.

Ich habe meine Software gestern auch wieder entsprechend »global« eingestellt.

Das wird um so wichtiger, weil sich neben den üblichen Verdächtigen inzwischen auch noch gefährlich enthemmte »Verfassungsorgane« per hinterhältigem Eindringen mittels trojanischen Pferden Zugang zu privaten Computern und den darauf befindlichen Daten verschaffen wollen.

Zwangsfernsehen. Ein Menschenbild.

Wednesday, den 19. April 2006

Würden die Fernsehsender nicht unablässig ausloten, wie minderwertig das Programm werden kann, ohne dass ihnen massenhaft die Zuschauer wegbleiben, und würde die reklametreibende Industrie diese Ansätze nicht kontinuierlich mit ihrer Reklame noch qualitativ unterlaufen, dann könnte man es beinahe für einen grotesken Scherz halten, dass Hersteller Philips sich Ende des vergangenen Monats Gerätschaft und Methode hat patentieren lassen, mit welchen ein Umschalten auf einen anderen Kanal während Reklameblöcken im laufenden Programm verhindert, respektive ein Überspringen derselben bei aufgezeichnetem Programm verhindert wird.

(Info und Quelle via Golem.de)
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