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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Die zu teure ELENA ist tot

Wednesday, den 20. Juli 2011

Die Bundesregierung will die umstrittene totale elektronische Gehalts- und Sozialüberwachung aller Arbeitnehmer namens “ELENA” (»Elektronischer Gehaltsnachweis« genannt) wieder abschaffen.

Das ganze brachiale Datensammel-Monstrum ist dem Bund und der Wirtschaft offensichtlich zu teuer.

Datenschutz- und verfassungsrechtliche Bedenken haben bei der Entscheidung ganz sicher keine Rolle gespielt. Die Bundesregierung behauptet aber, dafür sorgen zu wollen, dass die bislang angefallenen Datenberge unverzüglich gelöscht werden. Was man nun glauben kann

Via elementarteile

Mitzeichner Nr. 113065

Thursday, den 4. Juni 2009

Petition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten

Mitzeichner Nr. 113065 – besser spät als nie.
Aktuelle Anzahl in der Liste um 21:07 Uhr: 110216

Es wird Zeit, dass unsere Regierungspolitiker aufhören, gesetzgeberische Farcen aufzuziehen, die bloß einen wohlfeil dem Wahlkampf dienenden Eindruck von gewissenhaftem Vorgehen gegen Kinderpornografie im Internet vorspiegeln. Und damit letzen Endes womöglich nur generellere Eingriffs-Begehrlichkeiten in die Internet-Kommunikation zu verdecken trachten.

Und ganz nebenbei könnten sie auch noch dafür sorgen, dass zuständige ermittelnde Behörden, die ständig nach neuen – und inzwischen regelmäßig auf Verfassungskonformität zu prüfenden – Befugnissen gieren, ihren verdammten Job machen und sich nicht peinlichste und geradezu bezeichnende Ermittlungs-Offenbarungseide leisten.

Via Sven Scholz und SpOn

In Ordnern abgeheftet zur gefälligen Ansicht

Monday, den 6. Oktober 2008

Laut Frankfurter Rundschau hatte man bei T-Mobile Einzel­verbindungs­nachweise – ich vermute – verdächtiger und zur Überwachung aus­ersehener Aufsichtsrats­mitglieder zur gefälligen Nutzung durch interessierte Vorstands­kreise ganz klassisch bereitgehalten: ausgedruckt und geordnet abgeheftet in Aktenordnern.

Wie aus Konzernkreisen bekannt wurde, hat T-Mobile die Einzel­verbindungs­nachweise der Aufsichts­räte jahrelang aufbewahrt und nach Personen sortiert in Ordnern abgeheftet. Betroffen sind auch ein halbes Dutzend Arbeit­nehmer­vertreter, denen die geheimen Ordner nun aus­gehändigt wurden. (…) Aufbewahrt wurden die Aktenordner ohne Wissen der Betroffenen bis 2006 nach FR-Informationen im Büro des Aufsichtsrats.

Und da man das ja nur bis 2006 tat (ich persönlich vermute: das Abheften in Ordnern) und die Daten­erfassung zu dieser Zeit natürlich noch manuell per Schreib­maschine erfolgte, gibt es von diesen riesigen Daten­beständen selbst­verständlich absolut keine zugrunde liegenden digitalen Daten­bestände, die irgendwo – ebenso geheim wie die Aktenordner – per Datensicherung gesichert wären.

Aber nein, also … wer käme denn auf diese Idee? :unsure:

via Burks’ Blog

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