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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Spam, Splogs und Überlegungen dazu

Wednesday, den 6. September 2006

Nils erregt sich und weist auf einen sehr lesenswerten Artikel in der Wired hin über das inzwischen offenbar grassierende Phänomen der Splogs – Spam-Blogs.

Ich empfehle wirklich, diesen umfangreichen Artikel zu lesen, denn letzten Endes geht das Thema auch uns alle (Blogger, aber nicht nur diese) an.

Ohne jetzt näher auf die Erkenntnisse und Argumentationen des Artikels eingehen zu wollen, will ich kurz und bündig eine ganz grundlegende Überlegung in den Raum werfen, die mir beim Lesen wieder einmal in den Sinn kam:

Man kann im Kampf gegen Spam (und das Gesindel, das dafür verantwortlich ist) an vielen Punkten versuchen, anzugreifen, letzten Endes wird es immer eine Verteidigung, ein gegenseitiges Hochrüsten und meist ein Kampf gegen Windmühlen sein.

Jetzt die Parolen: :wonder:

  • So lange man mit einem Klick auf einen Link Geld verdienen kann, wird es Spam geben!
  • So lange man mit Seitenabrufen Geld verdienen kann, wird es Spam geben!
  • So lange Dienstleistungen angeboten werden, damit man damit Werbeeinnahmen generieren kann, wird es Spam geben!

Was ich damit sagen will:

Spam (und das Gesindel, das dafür verantwortlich ist) ist nicht aus Versehen in unsere traute (Waren-) Welt gekommen, weil irgendjemand vergessen hat, rechtzeitig die Tür zuzumachen – Spam ist im Grunde ein integraler Teil der kommerziellen Welt. Spam ist nichts weiter als die Generierung von Profit mit geeigneten Werbemaßnahmen, manchmal sogar einschließlich des Verkaufs von Waren.

Lediglich der Grad an Aufdringlichkeit, an dreistem Missbrauch öffentlichen und sozialen Raumes unterscheidet Spam von ›normalen‹ Werbe- und Marketingmaßnahmen.

Der Unterschied ist graduell, nicht prinzipiell.

So kann auch das massive Zupflastern öffentlicher Räume mit Plakaten, Leuchtreklamen und anderen ›Werbe-Installationen‹ durchaus schon als aufdringliches Spamming bezeichnet werden.

Es ist bloß eine Gratwanderung.

Aber letzten Endes sind wir Nutzer, Surfer, und Verbraucher es, die den Spammern die Profite generieren. Wir klicken auf die Links, folgen den beworbenen Wegen…

Kommerzielle Blogs

Tuesday, den 23. Mai 2006

Angestoßen durch einen Artikel von Knut Karnapp über die aktuelle Kommentarspam-Flut bin ich auf einen interessanten Punkt gestoßen.

In der Folge eines Kommentars über einen weiteren RSS-Feed-Inhaltesammler landete ich auf einem höchst bedenkenswerten Blogartikel einer Webdesignerin, die ganz klar stellt, dass ein Weblog, dessen Betreiber Adsense- oder ähnliche Affiliate-Linkgeschichten einsetzt, als kommerzielles Webangebot zu bezeichnen ist.
:shock:

Und das hat allerdings eine klare Relevanz gerade in Bezug auf die (auch auszugsweise) Einbindung von fremden Inhalten per Feed-Sammlung:

Viele Blogger (oder Websitebetreiber allgemein) einschließlich meiner Wenigkeit schließen jegliche kommerzielle Nutzung ihrer Inhalte ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung klar aus.

Im Übrigen bin ich nicht so ganz sicher, ob sich jeder Blogger, der sich per Einbindung von Werbung ein paar Euronen Hostingkosten erwirtschaften möchte, über diesen damit vollzogenen Übergang vom privaten zu einem kommerziellen Webangebot wirklich bewusst ist.

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