no-follow? no!
Tuesday, den 25. Januar 2005
Friday, den 21. Januar 2005
Seit Googles ‘Preventing comment spam’ am 18.01. ist eine rege Diskussion in Gang gekommen, ob der a.a.O. erläuterte und ins Leben gerufene Mechanismus (das rel=”no-follow”-Attribut für Links in Kommentaren) nun gut sei und Blogger-seitig unterstützt werden sollte oder lieber doch nicht. Ob er marodierende Kommentarspammer geneigt machen könnte, von ihrem schmarotzenden Tun abzulassen oder nicht. Ob das Ganze mit Webstandards vereinbar ist oder nicht. Oder so oder ähnlich.
Mehr zu lesen u.v.a. bei den Kollegen:
Und dort natürlich wiederum viele Links und vor allem interessante Kommentare zur eigenen Meinungsbildung. Und weil ich justament von Meinung spreche, hier meine:
Insofern der in Frage stehende Mechanismus an der letzten Stelle der Wirkungskette ansetzt, also am Ziel des Spammers (dem Auswertungsmechanismus der Suchmaschinen) – und andererseits individuelle Vorarbeiten seitens vorangehender Glieder der Kette (den Bloggern, bzw. deren Software) voraussetzt, ist seine Wirksamkeit wesentlich abhängig von einer möglichst weit reichenden Unterstützung der Letzteren. Heißt: Bei vollständiger Unterstützung erreichen die Pestratten ihr Ziel nicht mehr. Diese vollständige Unterstützung bzw. Implementierung der Maßnahme aber wird nicht erreicht werden.
Ein weiteres Problem dieser Googelschen Maßnahme ist die nicht mögliche Differenzierung zwischen schmarotzender Pestratte und kommentierendem Blog-Leser. Damit ergibt sich ein Nutzen-Defizit, was durchaus als eine teilweise Kapitulation vor den Pestratten angesehen werden kann.
Sinnvoller erscheinen tatsächlich Maßnahmen möglichst nah am “Front-End” der Wirkungskette, also in den Blogs, bei den Bloggern selbst. Hier kann erfahrungsgemäß eine Vielzahl von Maßnahmen eingesetzt werden, um den Unrat schon frühzeitig zu blockieren oder auszusondern. Captchas, Blacklisting, IP-Blockaden, Kommentar-Previews, Datei-Umbenennungen stehen für die meisten Blog-Softwares wohl zur Auswahl und Verfügung. Betonung sei hierbei übrigens auf “Vielzahl” gelegt, denn je vielfältiger die Abwehr ausfällt, desto mehr Arbeit müssen die Spatzenhirne in ihre Spam-Methoden stecken.
Und Kommentar-Unrat, der in den Blogs erst gar nicht erscheint, macht die Google-Bots auch nicht heiß.
(Noch früher, also an der Quelle der Seuche anzusetzen, z.B. mit Hilfe laienhaft durchgeführter grob-medizinischer und nachhaltiger Eingriffe am verursachenden Subjekt selbst, verbietet sich aus nachvollziehbaren Gründen. Schade eigentlich…;-)
Ich jedenfalls verzichte vorläufig (auch wenn ich es anfangs der ganzen Sache anders sah…) auf die Implementierung der “no-follow”-Maßnahme und vertraue mal weiter meiner zur Zeit eingebauten Maßnahme alternativer Dateinamen. Momentan funktioniert das immerhin absolut perfekt.
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