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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Waschlappenwarten

Thursday, den 14. Juni 2007

Irgendwann, nach Jahren des Lebens im eigenen Haushalt, stellst du fest, dass deine Waschlappen, die dir Mama seinerzeit mit auf den Weg gab, eine gewisse prähistorische Reife erreicht haben.

Und dann stehst du im Kaufhaus mit neuen Waschlappen (»Waschhandschuhe«) an der Kasse, und es dauert – derweil passiert draußen Geschichte…

Menschen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind und die Hinweise der aufmerksamen Kassiererin nicht begreifen, dass die nur scheinbar gleichfarbigen Wollknäuel, die sie gerade kaufen wollen, eben nicht zusammenpassen.

Menschen, die der deu… dito und nicht verstehen, dass sie hier an der Kasse nicht umtauschen können, sondern sich dazu an die Infotheke wenden müssen.

Menschen, die Einzelposten Geschirr kaufen möchten, und dann, während die Kassiererin am sorgfältigen Einpacken ist, Beratungsleistung erbeten, ob sie nicht doch besser die andere Farbe…

Und an den anderen Kassen in Sichtweite sieht es nicht anders aus.

Schließlich aber bist du neu bewaschlappt in die Freiheit gelangt und hoffst nun inständig, dass die Dinger den Rest deines Lebens halten mögen.

Völlige Überfüllung

Thursday, den 21. Dezember 2006

Ich habe noch nie zuvor eine derart gewaltige Menschenansammlung in einer Buchhandlung gesehen wie heute am frühen Nachmittag in Frankfurts Buchhandlung.

Nun gut. In der einzigen größeren Buchhandlung, die in Frankfurts Innenstadt übrig geblieben ist. Wie erbärmlich.

Was machten die da alle? In schier endlosen Schlangen vor Kassen? Vor zusätzlich eingerichteten »Not-Kassen« gar? Alles wegkaufen? Wie Bananen?

Meine Idee, schnell noch ein paar Bücher nicht nur zum eigenen Lesegenuss bei einer Tasse Kaffee zu sichten, war angesichts dieser Überfüllung schnell auf morgen am frühen Vormittag verschoben. Obwohl das Kaffeepausen-Areal im Untergeschoss durchaus noch einige halbwegs ruhige Plätzchen geboten hätte. Aber die Kassen…

Ich hoffe also über die Nacht, dass der vorweihnachtliche Kaufrausch sich hauptsächlich auf die uninteressanten Titel der Bestsellerlisten einmal rauf, einmal runter beschränkt und bestenfalls noch die Hörbuch-Regale völlig leergeräumt werden. Dann bleiben mir nämlich noch genügend Lesebücher zum Stöbern. Und gegebenenfalls zum Kauf ohne stundenlanges Schlangestehen.

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