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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Tote Zone

Sunday, den 17. September 2006

Heute ist Themenabend: Die Kräfte des Übersinnlichen bei Arte.

Neben zwei Dokumenationen zum Thema ›paranormale Phänomene‹ zeigt der Sender um 20:40 Uhr den Spielfilm Dead Zone (The Dead Zone, 1983) von David Cronenberg. Der Film gilt als eine der wenigen wirklich guten Adaptionen von Büchern des Autors Stephen King und kann durchaus als erster Mainstream-Erfolg des Regisseurs gelten. Leider ist es aber so, dass diesen Umständen bis heute nicht mittels brauchbarer DVD-Veröffentlichungen Rechnung getragen wird. Wir müssen vor allem in Deutschland leben (oder besser darauf verzichten!) mit miesen DVD-Veröffentlichungen, die durch indisktutabel schlechte Bild- und Tonqualität ›glänzen‹ – zumal man aufpassen muss, nicht aus Versehen eine zensierte, ab 16 freigegebene Fassung zu erwischen. Diese Misère ist der Grund dafür, dass der Film in meiner Sammlung bislang immer noch fehlt.

Genau deswegen werde ich die heutige Ausstrahlung des Films, die sicher auch auf der ›entschärften‹ Version basiert, mit einigem Vorbehalt anschauen bzw. aufzeichnen. Womöglich hat Arte ja zumindest eine ordentliche MAZ zur Verfügung, so dass ich den Film nach langer Zeit wieder einmal ohne größere Frustration anschauen kann.

Transformationen: Tom, Joey und die Gewalt

Monday, den 27. März 2006

Der Film endet auf dem denkbar kleinsten gemeinsamen Nenner:
Die konstruierte Figur ›Tom‹ ist dekonstruiert, es gibt sie nicht mehr. Die ›echte‹ Figur ›Joey‹ existiert nicht mehr, durch die Auslöschung all ihrer historischen Bezüge ist sie selbst ausgelöscht. Was bleibt?

Der Mann, der am Ende in den engen Kreis seiner Familie zurückkehrt, ist das Ergebnis einer Transformation. Er ist genauso Tom, der Joey überwunden hat, wie er Joey ist, der erst dadurch, dass er Tom war, seine Geschichte abschließen konnte.
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David Cronenberg…

Thursday, den 12. Mai 2005

…und die Ignoranz der deutschen Filmwirtschaft

David Cronenbergs aktueller Film »A History of Violence« ist Wettbewerbsbeitrag um die Goldene Palme auf dem gestern (11.05.) gestarteten »Festival De Cannes«.

Egal, wie der Film abschneidet, ich bin schon mal gespannt, ob es der banausigen deutschen Filmwirtschaft erneut gelingt, einen Film dieses Regisseurs glatte zwei Jahre lang völlig zu ignorieren, wie es bei »Spider« der Fall war… einen deutschen Starttermin gibt es laut IMDB zumindest noch nicht.

Bei »Spider« (Sommer 2002) hat es unsere hehre Kultur-Provinzialität immerhin gerade noch geschafft, den Film im Sommer 2004 kurz nach Mexiko und knapp vor Venezuela ins Kino zu bringen, eine Tatsache, die an Lächerlichkeit kaum zu übertreffen ist…

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