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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Eine einfache Wahrheit

Monday, den 23. Januar 2012

Manchmal, leider selten, formuliert jemand eine einfache Wahrheit in einem ebenso einfachen Satz:

Soziale Netzwerke wie Facebook, StudiVZ oder Google+ haben eines gemeinsam: Sie sind zentral organisiert und werden jeweils von einer einzigen Firma beherrscht.

Da bleiben einfach kaum noch Fragen offen. Vor allem nicht in Bezug darauf, zu wessen ökonomischen Zwecken man sich bei Teilnahme dort betätigt und wem man mit seinen (persönlichen) Daten, die ja die gehandelte Ware darstellen, zu Diensten ist.

Alternativen sind im Entstehen begriffen oder schon länger verfügbar, aber ob sie eine Chance auf dem Markt sozialer Netzwerke haben?

Die zu teure ELENA ist tot

Wednesday, den 20. Juli 2011

Die Bundesregierung will die umstrittene totale elektronische Gehalts- und Sozialüberwachung aller Arbeitnehmer namens “ELENA” (»Elektronischer Gehaltsnachweis« genannt) wieder abschaffen.

Das ganze brachiale Datensammel-Monstrum ist dem Bund und der Wirtschaft offensichtlich zu teuer.

Datenschutz- und verfassungsrechtliche Bedenken haben bei der Entscheidung ganz sicher keine Rolle gespielt. Die Bundesregierung behauptet aber, dafür sorgen zu wollen, dass die bislang angefallenen Datenberge unverzüglich gelöscht werden. Was man nun glauben kann

Via elementarteile

Der Kunde ist eine easy Beute

Thursday, den 14. Oktober 2010

Der Kunde ist kommerziell maximal auszubeutendes Datenvieh, soviel steht wohl fest.

Dazu von mir zwei Erkenntnisse und darauf folgend zwei Empfehlungen:

  1. Kundendaten werden von Unternehmen, sofern gesammelt und bekannt, zu jedem denkbaren Zweck ge- oder missbraucht
  2. Jeder sollte jetzt klar realisieren können, welchem Zweck sogenannte »Kundenkarten« von Handelsunternehmen wirklich dienen
  1. Kundenkarten von Handelsunternehmen sind pfui-bäh
  2. Es wird Zeit, wieder verstärkt mit Bargeld zu bezahlen und die EC-Karte stecken zu lassen

Update um 21:12 Uhr:

Laut Hamburgs Datenschutzbeauftragtem stellt sich die Angelegenheit der vermuteten Datenverknüpfung wohl nicht so dar, wie NDR ursprünglich berichtete. Der Verdacht auf eine illegale Verknüpfung von Daten aus EC-Kartenzahlungen und Kundenkarten durch eine Hamburger Tochterfirma des Unternehmens hat sich offenbar nicht erhärtet.

Daraufhin ändere ich natürlich meine obigen Erkenntnisse und Empfehlungen, und zwar wie folgt:

  1. Kundendaten werden von Unternehmen, sofern gesammelt und bekannt, möglicherweise zu Zwecken genutzt, die den Kunden nicht wirklich recht sein mögen
  2. Jeder sollte realisieren, welchem Zweck sogenannte »Kundenkarten« von Handelsunternehmen wirklich dienen: der billigere Einkauf für den Kunden ist jedenfalls das Mittel zum Zweck
  1. Kundenkarten von Handelsunternehmen sind pfui-bäh, es sei denn, dem Kunden ist seine Anonymität gegenüber dem Anbieter egal
  2. Es kann nicht schaden, wieder verstärkt mit Bargeld zu bezahlen und auch die EC-Karte einfach mal stecken zu lassen
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