Thursday, den 14. Oktober 2010
Der Kunde ist kommerziell maximal auszubeutendes Datenvieh, soviel steht wohl fest.
Dazu von mir zwei Erkenntnisse und darauf folgend zwei Empfehlungen:
- Kundendaten werden von Unternehmen, sofern gesammelt und bekannt, zu jedem denkbaren Zweck ge- oder missbraucht
- Jeder sollte jetzt klar realisieren können, welchem Zweck sogenannte »Kundenkarten« von Handelsunternehmen wirklich dienen
- Kundenkarten von Handelsunternehmen sind pfui-bäh
- Es wird Zeit, wieder verstärkt mit Bargeld zu bezahlen und die EC-Karte stecken zu lassen
Update um 21:12 Uhr:
Laut Hamburgs Datenschutzbeauftragtem stellt sich die Angelegenheit der vermuteten Datenverknüpfung wohl nicht so dar, wie NDR ursprünglich berichtete. Der Verdacht auf eine illegale Verknüpfung von Daten aus EC-Kartenzahlungen und Kundenkarten durch eine Hamburger Tochterfirma des Unternehmens hat sich offenbar nicht erhärtet.
Daraufhin ändere ich natürlich meine obigen Erkenntnisse und Empfehlungen, und zwar wie folgt:
- Kundendaten werden von Unternehmen, sofern gesammelt und bekannt, möglicherweise zu Zwecken genutzt, die den Kunden nicht wirklich recht sein mögen
- Jeder sollte realisieren, welchem Zweck sogenannte »Kundenkarten« von Handelsunternehmen wirklich dienen: der billigere Einkauf für den Kunden ist jedenfalls das Mittel zum Zweck
- Kundenkarten von Handelsunternehmen sind pfui-bäh, es sei denn, dem Kunden ist seine Anonymität gegenüber dem Anbieter egal
- Es kann nicht schaden, wieder verstärkt mit Bargeld zu bezahlen und auch die EC-Karte einfach mal stecken zu lassen