Drama, Chaos, Katastrophe
Monday, den 11. Januar 2010
Es kommt wohl nicht nur mir so vor, dass inzwischen jegliche Abweichung vom ›normalen‹ Alltagszustand medial mit größtmöglicher Dramatisierung begleitet bzw. aufgebauscht wird.
So wundert es mich seit vielen Jahren schon, warum man den allgemeinen Verkehrsstillstand bei größeren Schneemengen auf den Straßen als »Verkehrschaos« bezeichnet, wo es sich doch eigentlich um das genaue Gegenteil von Chaos handelt: nämlich größtmögliche Ordnung. Eben Stillstand oder langsames, gleichmäßiges Vorankriechen.
Gelegentliches Chaos wird dabei regelmäßig höchstens punktuell von einigen Individuen – und nicht von irgendwelchen »Daisys« – angerichtet, die nicht imstande sind, bei anderen Witterungsbedingungen als sommerlicher Wärme vernünftig Auto zu fahren.


