Chronische debile Verlags-Titulitis
Monday, den 10. Oktober 2005
Weil ich am Wochenende in der Buchhandlung wieder einmal über die Irritationen deutscher Titel für übersetzte fremdsprachige Romane gestolpert bin.
Objekte der Verwirrung waren die Romane von Dan Brown, hier alphabetisch gelistet:
- Angels and Demons
- The Da Vinci Code
- Deception Point
- Digital Fortress
Jetzt die deutschen Titel, ebenfalls alphabetisch gelistet:
- Diabolus
- Illuminati
- Meteor
- Sakrileg
Jetzt die unvermeidliche Quizfrage:
Welcher deutsche Titel gehört zu welchem Roman?
Die eigentlich angemessenen deutschen Titel könnte sich jeder Deutsche Pisaner mit Grundschulkenntnissen nebst Hosentaschenwörterbuch leicht selbst ermitteln.
Was ich mich frage angesichts der möglichen haarsträubenden Begründungen für solchen Titelflachsinn bei deutschen Verlagen – z.B. angeblich bessere »Griffigkeit« (reklametechnisch) – ist, ob man bei den Übersetzungen der Romane selbst ähnliche Freizügigkeiten pflegt…
Apropos Buchhandlungen:
Hättet ihr, liebe geneigten Leser, geahnt, dass der Gesamtbestand an Buchhandlungen in Frankfurt untrüglich darauf schließen lässt, dass Frankfurt (am Main) eine mittlere, eher ländliche Stadt von ca. einhunderttausend Einwohnern ist?
(Ja, ich befürchte, in einer mittleren, eher ländlichen Stadt von ca. einhunderttausend Einwohnern gibt es inzwischen längst keine Buchhandlungen mehr…)
Und hier die Quiz-Auflösung, respektive die tatsächliche Zuordnung von Originaltitel und deutschem Titel:
- 1 – 2
- 2 – 4
- 3 – 3
- 4 – 1


