Zu den Artikeln...

dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

Zur Top-Navigation...

Von Haaren, Reichen und Menschen

Friday, den 20. Oktober 2006

Vorweg möchte ich anmerken, kein ausdrücklicher Freund von Fantasy-Literatur zu sein. Ich habe es nicht so gerne von uralten Sternenreichen und Galaxien umfassenden Herrschergeschlechtern. Ich bin – neben meiner Vorliebe für das Thrillergenre – eher im Reich der Science Fiction, besonders der Social Fiction zu Hause.

Nachdem ich aber kürzlich mit beachtlichem Gefallen Andreas Eschbachs »Das Jesus Video« – und kurz zuvor »Exponential Drift« – gelesen habe, schien es mir an der Zeit – und meiner Lust –, seinen ›Erstling‹ zu lesen:

Die Haarteppichknüpfer
Andreas Eschbach, München 1995 (2005, Bastei-Lübbe TB)
ISBN 3-404-24337-4

Die Entstehungsgeschichte dieses für das Genre recht kurzen Romans ist aufschlussreich und interessant und kann besser als hier auf der Phantastik-Couch nachgelesen werden. Auch weitere Angaben zum Inhalt dieser erstaunlichen Geschichte findet sich dort.
(more…)

Lesefutter

Saturday, den 22. Juli 2006

Mangels besserer Ideen – wegen überzogener Hitze – reiche ich hier einmal zwei Lesetipps nach. Bücher, die ich zuletzt gelesen habe und gerne weiterempfehlen möchte.

Das erste Buch ist der erste Roman einer kleinen Reihe um einen Ex-Geheimdienstler und Auftragskiller, der im unsteten Spannungsfeld seiner amerikanisch-japanischen Herkunft im hektischen Großstadttreiben Tokios seine Abenteuer erlebt:

Rain Fall
Barry Eisler, 2002 (Signet, New York – Penguin Books)
ISBN 0-451-20915-X

Der Protagonist heißt John Rain und ist Spezialist für Auftragsmorde, die perfekt wie natürliche Tode aussehen. Als Leser begleiten wir ihn in seinem heimatlosen Dasein im asiatischen Großstadtdschungel, erleben mit, wie er in seinen wenigen ruhigeren privaten Momenten von den Dämonen seiner Vergangenheit eingeholt wird. Aus dunklen militärisch-geheimdienstlichen Gefilden – bloße Marionette seiner Befehlshaber – war er noch rechtzeitig ausgebrochen in ein anonymes solitäres Leben im Untergrund. Heute muss er erkennen, dass er zum Teil offenbar immer noch denselben Herren dient und plötzlich gleichermaßen Jäger wie Gejagter ist.
(more…)

Der Geldbeutelpreis

Sunday, den 25. Juni 2006

Der deutsche Schriftsteller Andreas Eschbach schreibt im Dezember 1995 über Literaturpreise und definiert den Geldbeutelpreis:

Als Leser habe ich ein Buch eines mir bisher unbekannten Autors entdeckt (aus welchen Gründen auch immer), gekauft und gelesen. Es hat mir gefallen. Und nun stehe ich erneut in einer Buchhandlung und halte ein anderes Buch desselben Autors in der Hand.

Kaufe (und lese) ich es ohne Umschweife oder nicht?

In dem Moment, in dem ich meinen Geldbeutel zücke für das Buch eines Autors oder einer Autorin, von dem oder der ich schon etwas gelesen habe, verleihe ich ihm oder ihr den Geldbeutelpreis.
Und wenn man einmal gründlich darüber nachdenkt, wird man unweigerlich zu dem Schluß kommen, daß dies der wichtigste Literaturpreis der Welt ist und für alle Zeiten bleiben wird. Ein Autor kann auf jeden anderen Literaturpreis verzichten, doch wenn er den Geldbeutelpreis nicht bekommt, ist er verloren.

Sicher sind Literaturnobelpreise und Wettbewerbspreise, die den Namen berühmter Autoren tragen, wichtig. Vor allem für diejenigen, die diese Preise austragen und verleihen und für die begierig auf diese hohen Ereignisse wartenden Feuilletonisten.

In der realen Welt von Autoren und Lesern bleiben Bücher aber letzten Endes immer ein Deal zwischen dem Autor und seinen Lesern. Hat nicht sogar schon einmal jemand in diesem Zusammenhang von einem »Pakt« gesprochen?

Wie dem auch sei, ich habe jedenfalls in der letzten Zeit in diesem Sinne den Geldbeutelpreis sehr gerne verliehen an Autoren wie Dean Koontz, Barry Eisler (erst kürzlich), und nicht zuletzt auch an Andreas Eschbach.

Seite 1 von 212

2004-2012 | Layout und Theme »ILoveOrange2« v2.03: Boris Stumpf – dyingeyes weblog | Impressum | Wordpress

Zuletzt Kommentiert:

Kategorien: