6. August 2004
Jetzt machen offensichtlich geballte Privatinteressen, gefüttert mit ordentlicher monetärer Macht, restaurativen Druck gegen eine Reform, die sie nie wollten – und wohl auch nie verstanden haben: Die Rechtschreibreform ‘muss’ gemäß der Entscheidung von Springer und Spiegel verschwinden. Die Scheinargumente sind bekannt, es wird seit Beginn von angeblich fehlender Akzeptanz gesprochen – die man jederzeit selbst manipulativ erzeugt hat. Die anderen verstaubten Argumente kann man gerne a.a.O. nachlesen. Der Sprachgebrauch jedoch ist verräterisch genug: Das abgelöste Regelwerk alter Rechtschreibung wird als “klassische Rechtschreibung” bezeichnet, was de facto falsch ist. Es gibt keine klassische Rechtschreibung! Wenn das nicht manipulativ ist – und vielleicht gerade deswegen geeignet, manchen Hinterbänkler auf die Schleimspur ‘abzuordnen’….
Ich schließe mich hiermit Ralf vom Netzbuch an und werde fortan Publikationen von Unternehmen, die bewusst die deutsche Rechtschreibung ablehnen, meiden (deswegen oben auch keine Verlinkung..).
Könnte hier also nun ein Appell folgen, gemäß dem wir Weblogger uns offen dazu bekennen, korrektes Deutsch zu schreiben?
Ich tue es.