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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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… und ab!

1. März 2011

Na endlich! Dieses durchaus beeindruckende Schaustück schmierigster opportunistischer Günstlingswirtschaft hat zumindest politisch erst einmal ein Ende gefunden.

Und die Bundeskanzlerin hat auch wieder einmal klar gezeigt, dass brachiales Machtkalkül, Dünkel, dreiste Arroganz gegenüber der demokratischen Öffentlichkeit und gegenüber dem versammelten Wissenschaftsbetrieb eine Kernkompetenz ihres gesamten politischen Aktionsradius darstellen. In einer politischen Landschaft, die noch einen Funken Anstand und Ehrlichkeit (auch Ehrenhaftigkeit) ihr Eigen nennen dürfte, wäre auch sie heute selbstverständlich zurückgetreten.

Aber lassen wir es gut sein mit dieser neuerlichen Darstellung, in all ihrer offenbarenden Nacktheit, was konservative politische Kreise unserer Regierung wirklich unter »konservativen Werten« verstehen. So genau und klar wollte ich das doch gar nicht wirklich wissen. Mir reicht es für gewöhnlich, wenn ich diese ganze Verlogenheit bloß ahnen muss.

WordPress 3.1

25. Februar 2011

Ja, ich schaue dann gleich mal, dass ich das neue WordPress 3.1 per Upgrade-Funktion sauber in meine beiden Blögchen eingespielt bekomme. Zuletzt hatte die Upgrade-Funktion ja wieder einwandfrei funktioniert.

Aus schlechter Erfahrung mit dem PHP-Speicherhaushalt hat es bei mir inzwischen Tradition, auf die DE-Version zu verzichten und mit der englischsprachigen Version Vorlieb zu nehmen. Dabei bleibe ich bis auf Weiteres.

Anschließend, wenn alles geklappt hat, tüftele ich noch schnell die manuelle Eindeutschung der Monatsnamen in die locale.php, und schon werden meine Blögchen, nach außen hin ganz deutsch, im neuen 3.1-Glanz erstrahlen.

Hoffentlich … :roll:

Update um 18:50 Uhr:

… fertig. Alles klar, nur vermisse ich die Smilies zur Auswahl sowohl im Adminbereich als auch hier im Kommentarbereich

Wissenschaftliche Qualität

17. Februar 2011

Egal, wie unser Herr Verteidigungsminister seine Dissertation erstellt hat, ob nun absichtlich unter großzügiger Verwendung und damit Aneignung nicht ge­kenn­zeichneter fremder Inhalte (einschließlich der Übernahme von Rechtschreib- bzw. Zeichen­setzungs­fehlern, was nicht geprüftes Copy&Paste anzeigt) oder schlampig abgefertigt mit auffällig vielen umfangreichen, nicht gekenn­zeichneten und referenzierten Zitaten, klar ist in beiden Fällen für mich jedenfalls Folgendes:

Eine solche Arbeit kann in meinen Augen niemals mit der Bestbewertung »summa cum laude« beurteilt werden. Zur Qualität einer wissen­schaftlichen Arbeit gehören (nicht nur) meiner Meinung nach unabdingbar auch die Erfüllung formaler Qualitätskriterien.

Mir drängt sich dabei einfach unwillkürlich die Frage auf, ob hier nicht etwa eine akademische Gepflogenheit offenkundig wird, die wissen­schaftlichen Qualitäten unseres Top-Politnach­wuchses großzügig, sozusagen nach Gutsherrenart (sic!), karrieredienlich zu schönen?

Ps: Ich habe keinen Doktortitel, aber einen Magistergrad, zu dessen Erlangung ich neben anderen Prüfungen eine umfang­reichere wissen­schaftliche Arbeit einreichen musste. Dabei sind die Ansprüche an wissen­schaftliche Originalität und Qualität sowie hinsichtlich eines gewissen erschöpfenden Umfangs selbst­verständlich deutlich geringer als bei einer Dissertation.

Meine Abschlussarbeit ist jedoch völlig frei von formalen Fehlern und sämtliche über­nommenen Textpassagen sind als Zitate gekenn­zeichnet und referenziert. Angesichts dieser peinlichen Affäre sehe ich mich nun doch veranlasst, nach vielen Jahren wieder einmal ein Stück weit stolz auf meine damalige (geringe) wissenschaftliche Arbeit zu sein.
:smile:

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