Wundertüte?
Monday, den 15. Juni 2009
Beim Kramen in alten Fotohandwerks-Beständen in der schmalen Nische neben dem Schrank bin ich doch tatsächlich auf ein altes Fundstück gestoßen, an das ich gar nicht mehr gedacht hatte:
Eine sogenannte »Wundertüte«!

Ein 500mm-Teleobjektiv mit vier Linsen, Lichtstärke 1:8 von Danubia (oder Beroflex, oder …). Das gute Stück kann dank seines T2-Gewindeanschlusses auch als kleines Linsenfernrohr eingesetzt werden. Man muss nur ein passendes Winkelokular anschrauben und schon kann man den Mann im Mond suchen und betrachten.

Diese einfachen Tele-Röhren gab es, soweit ich mich erinnere, ganz grob um die Mitte der Achtziger für wenig Geld unter verschiedenen Markennamen zu kaufen (um 180 DM), so dass man sich als Hobbyfotograf günstig mit einer Riesenbrennweite ausstatten konnte. Die qualitativen Ansprüche durfte man dabei nicht allzu hoch ansetzen … hüstel …, wirklich hochwertige 500er waren jedenfalls für die meisten studentischen Hobbyknipser völlig unerschwinglich.
Heute Abend habe ich den passenden T2/K-Adapter bekommen, mit dem ich die Röhre an der neuen Pentax ansetzen kann, um so bei nächster Gelegenheit ein paar Testaufnahmen zu machen. Wobei ich übrigens erst einmal schauen muss, wie man mit diesem Ding ganz manuell scharfstellt und belichtet.
Aber ich komme ja nicht einmal dazu, eine ordentliche konzentrierte Testrunde mit der neuen Kamera nebst zugehörigen originalen Pentax-Objektiven zu machen.
Diese Wundertüten (die auch als 400er erhältlich waren) aus Altbeständen werden tatsächlich in zahlreichen Fotoforen angesprochen, und nach manchen Äußerungen an verschiedenen Stellen dort darf man tatsächlich keine nennenswerte Abbildungs- und Schärfeleistung erwarten.


