Notleidende Banken
Wednesday, den 21. Januar 2009
Die Jury der »Sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres« hat entschieden und kürte den Begriff – die Formulierung
notleidende Banken
Zur Begründung heißt es:
Sie stellt das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise rundweg auf den Kopf. Während die Volkswirtschaften in ärgste Bedrängnis geraten und die Steuerzahler Milliardenkredite mittragen müssen, werden die Banken mit ihrer Finanzpolitik, durch die die Krise verursacht wurde, zu Opfern stilisiert.
Ich könnte jetzt noch hinzufügen, dass Banken mitunter natürlich schon Not leiden. Not an der Bereitschaft zu gesellschaftlicher Verantwortlichkeit, d.h. in Bezug auf einzelne verantwortliche Akteure Not an der Bereitschaft, die möglichen gesellschaftlichen (und wirtschaftlichen) Folgen des eigenen beruflichen Handelns zu reflektieren.
Was auch ein Aspekt sozialer Kompetenz ist …


