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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Archiv der Kategorie 'Sprache'

Eine Äp und solch Zeuch

Monday, den 18. Mai 2009

Also, bevor ich mir eines dieser Eitelefone kaufe, wo ich dann für fast alles eine Äp kaufen kann, breche ich lieber auf dem Weg nach Ithaka in einen ganz profanen Seat …
:laughyell:
Und Primeval wird irgendwie auch immer dämlicher …

Weit reichende Lernresistenz

Wednesday, den 29. April 2009

Es gibt auch nach inzwischen dreizehn Jahren – ja, seit 1996 ist die Rechtschreibreform in Kraft, nebst einigen späteren Änderungen 2006 – noch schreibende Menschen, deren Lernerfolge in dieser wichtigen Angelegenheit sich als eher marginal erweisen. Zum Beispiel in der Frankfurter Rundschau vom 28.04.2009, Seite F4:

Inwiefern sind ihre Maßnahmen weit reichender?

1. Anmerkung gemäß Duden, 24. Auflage

Wortzusammensetzungen mit ›weit-‹ dürfen auf die früher übliche Weise zusammengeschrieben werden, nach neuer Regelform ist die Getrenntschreibung aber ebenfalls möglich. (Siehe Kasten auf Seite 1112.)

2. Anmerkung gemäß Duden

Im Fall von weitreichend ist die zusammengeschriebene Form die empfohlene Form gegenüber der getrennt geschriebenen Form weit reichend. (Siehe ebenda.)

3. Anmerkung, meine Meinung ausdrückend

Es sollten, soweit mir bekannt, beide Komparativformen möglich sein:

  1. weit reichend / weiter reichend / weitest reichend (am weitesten reichend)
  2. weitreichend / weitreichender / weitreichendst

Ich würde jedoch sagen, dass die erstgenannte Form die sprachlich elegantere ist.

:wink:

Passend zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Tuesday, den 27. Januar 2009

Heute ist der offizielle Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Heute vor 64 Jahren – am 27. Januar 1945 – haben sowjetische Truppen der 322. Infanteriedivision das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit.

Im Wikipedia-Artikel zum KZ Auschwitz-Birkenau heißt es:

In Birkenau waren fast 5.800 entkräftete und kranke Häftlinge, darunter fast 4.000 Frauen, unversorgt zurück geblieben. In den desinfizierten Baracken wurden Feldlazarette eingerichtet, in denen die an Unter­ernährung und Infektionen leidenden und trauma­tisierten Häftlinge versorgt wurden.

Einige Tage später wurde die Weltöffentlichkeit über die Gräueltaten informiert. Die Ermittler fanden über eine Million Kleider, ca. 45.000 Paar Schuhe und sieben Tonnen Menschenhaar, die von den KZ-Wächtern zurückgelassen wurden.

(more…)

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