Was/Wen wähle ich bloß?
Monday, den 17. Mai 2004
Die Frage ist zwar rein rhetorisch, aber auf Erwähnung in den Gedanken vom Pferd. Die Vierte habe ich mal den Wahl-O-Mat befragt. Das heißt: beantwortet.
Dort beantwortet man 30 Fragen zu allen möglichen Themen und erhält am Ende eine statistische grafische Auswertung, wie nah man mit seinem eigenen Meinungsbild den verschiedenen Parteien kommt. Naturgemäß entsprechen die gestellten Fragen bzw. abgefragten Statements ziemlich genau den bekannten völlig simplifizierten polit-rhetorischen Phrasen der öffentlichen politischen “Diskussion”, aber was soll’s?
Einfach mal mitmachen, kost’ ja nix. Über das Ergebnis kann man sich freuen und/oder wundern oder auch ärgern – ich fand dabei keinerlei neue Erkenntnis: am nächsten läge mir eine Partei, die ich garantiert nicht wählen würde, am fernsten eine andere, die ich auch nie wählen würde. Die anderen liegen graduell gleichmäßig abgestuft dazwischen, was auch nix ausmacht.
Einen wirklichen Sinn in irgendeiner ernsthaften Hinsicht kann dieser ‘Wahl-O-Mat’ eh nicht haben, dazu ist die Geschichte einfach zu primitiv aufgezogen, und wird auch eher als “spielerisch” bezeichnet.
Oder aber?
Könnte es sein, dass genau solche einfachen, unreflektierten Überzeugungen und Haltungen beim Wahlbürger besonders erwünscht sind – insofern derselbe damit besonders TV-Politphrasen-kompatibel erscheint?


