Museumsrennstrecke
Saturday, den 3. Januar 2009
Seit einiger Zeit präsentiert sich das Frankfurter Museumsufer (der Schaumainkai in Sachsenhausen) in neu asphaltiertem Gewand, mit zwei Fahrspuren in Richtung Westen und einer gen Osten. Das ist für die Autofahrer sicher angenehmer zu befahren als das ehemals zwar beschauliche, aber sehr rumpelige Kopfsteinpflaster.
Aber sollte dieses ob seiner Museumsdichte und städtebaulichen Schönheit zu Recht gerühmte Museumsufer nicht auch eine Flaniermeile für Besucher sein? Wo man vom wunderschönen Sachsenhäuser Mainufer zum Spazierweg nach oben wandern kann, um angelegentlich eines der Museen auf der anderen Straßenseite aufzusuchen?
- Museumsufer 1
- Museumsufer 2
- Museumsufer 3
Warum hat man dann also eine derartige Rennstrecke für Autos angelegt, wo man tatsächlich häufig Autofahrer sieht, die meinen, dort mit lockeren 70 bis 80 km/h durchbrettern zu müssen?
Und warum spendiert man den angeblich so willkommenen Museums- und Uferflaneuren bloß einen einzigen Fußgängerüberweg genau in der Hälfte der rund 740 Meter langen Schnelltrasse, nämlich lediglich den am Eisernen Steg, den es schon seit Jahrzehnten gibt?





