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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Archiv der Kategorie 'Internet'

Von weit hinterm Mond …

Thursday, den 23. Juli 2009

… ruft sie wieder, unsere Internet-Fachfrau vom Dienst und bekundet, dass sie ziemlich exakt (bzw. mindestens) 14 Jahre hinter der Entwicklung des Internet herhinkt. Denn sie fordert einen Verhaltenskodex für dasselbe, den wir alle in Online-Netzwerken, Blogs und Chats beherzigen müssten. Nun, sie wird diese 14 Jahre nicht aufholen können …

Wir Internetnutzer haben eben einen solchen Kodex seit mindestens 14 Jahren, der heißt RFC 1855 (und ihn gibt es, auch für Internetausdrucker, sogar in deutscher Übersetzung) und alle, die einen solchen prinzipiell zu beachten bereit sind, beachten ihn natürlich. Die anderen sind Existenzen mit gering ausgeprägter sozialer Kompetenz, die man im Rahmen gepflegter Internetkommunikation normalerweise erst vernachlässigt, dann aber ausschließt, wenn sie gar zu lästig werden.

Viel mehr fällt mir im Moment nicht ein zu derartigen sommerlöchigen Absonderungen deutscher Regierungspolitiker, und den angebrochenen Abend will ich mir damit auch nicht wirklich länger verderben.

Via Schockwellenreiter

Vergeblich ist es …

Tuesday, den 21. Juli 2009

… mich telefonisch erreichen zu wollen, indem man mit der Nummer 0800 500 5006 an meinem Telefonanschluss einfällt. Schon gar, wenn man es täglich versucht. Eher vergisst der Pfarrer am Ende des Gebets das Amen.

Ich hatte, glaube ich, schon erwähnt (siehe dort auch die Kommentare), dass ich das Entgegennehmen von Anrufen ohne übermittelte Rufnummer bzw. mit Sondervorwahlen längst ausschließlich meinem Anrufbeantworter überlasse. Aber da keiner dieser wunderlichen Plagegeister bisher diese Möglichkeit nutzen mag, kann ich auch nicht helfen …

Die Nummer ist übrigens offenbar von 1und1, und die wie gesagt inzwischen täglichen Versuche, mir sinnlos Zeit zu rauben, könnten Rückwerbeversuche darstellen. Siehe dazu ebenfalls a.a.O. Was natürlich gleichermaßen vergeblich ist –… wie es überhaupt eine völlig widersinnige Annahme darstellt, zu denken, mich ›rückwerben‹ zu können.
Ts ts … :nonono:

Der sogenannte rechtsfreie Raum

Wednesday, den 1. Juli 2009

Dass das Internet in der Auffassung von zensuraffinen Politikern als »kein rechtsfreier Raum« bezeichnet und propagiert wird, liegt wohl daran, dass diese, die gesetz­gebenden und die straf­verfolgenden Instanzen es bisher mangels Kenntnis und Interesse – und damit eigentlich wider besseres Wissen – als rechtsfreien Raum betrachtet haben, bzw. gerne betrachtet haben wollten.

Damit liegen sie in ihrem Erkenntnisvorgang einige Jahre (oder gar Jahrzehnte) hinter der sogenannten »Internetgemeinde« zurück, die bisher tat­sächlich noch nie von dieser absurden Vorstellung ausgegangen ist.

Wahlkampfwirksam ist die Leerphrase aber allemal – und deshalb wird sie eifrig propa­gandistisch benutzt –, da ein größerer, nicht netz-affiner Teil der Bevölkerung bisher offenbar ebenfalls nicht von genauerer Kenntnis über die tat­sächlichen Umstände geplagt wurde.

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