Wednesday, den 19. Oktober 2005
Mario Sixtus in der Online-ZEIT über die »Humanisierung des Netzes«. Er bezieht im Grunde all das, was inzwischen als Strömung gemeinhin »Web 2.0« genannt wird, angetrieben durch »Social Software«, zurück auf die Initialzündung der »Blogosphäre«. Hier sieht er den Ursprung des zur Zeit entstehenden nutzergetriebenen Netzwerks aus Dienstleistungen, mit deren Hilfe persönliche Informationen, Nachrichten, Vorlieben, Wissen weltweit kommuniziert werden können. Auf diese Weise scheinen völlig neue Formen virtueller Gemeinschaften am Horizont auf. Auch scheint, dass das Hype-Stadium jeder Neuerung in diesem Bereich äußerst kurz ausfällt– die Schwelle zur allgemeinen Verbreitung ist sehr niedrig.
Sixtus formuliert förmlich ein Plädoyer für den Aufstieg auf diesen spannenden Zug, und er wendet sich nicht an die Web-Neulinge, sondern geradewegs an diejenigen Alten Säcke™ unter uns Bloggern, die eine gewisse Widerständigkeit verspüren angesichts der beständig aufkeimenden Neuerungen.
Nicht zuletzt ich selbst gehöre eher in diese Kategorie der nörgelnden Bremser, die solchen hypeartig aufbrandenden Entwicklungen skeptisch gegenüber stehen; dementsprechend fühlte ich mich beim Lesen des Artikels geradewegs adressiert.
Ich muss zugeben, dass mich dieses Plädoyer zum Nachdenken gebracht hat. Warum also nicht den nächsten Schritt gehen? Sofern man es bewusst tut und nicht aus blinder Spurtreterei?
Ich werde mir also in der nächsten Zeit mal genauer angucken, was das »humanisierte Netz« so alles vorrätig hält. Das wird auch heißen, dass ich zukünftig euer aller Artikel über das Ge-Flickr.e, Del.icio.us, Furl und was nicht alles nicht mehr nur oberflächlich überlesen werde.
Recht fremd wird mir wahrscheinlich das Podcasting bleiben, da ich ganz entschieden ein Lese-Mensch (und Guck-Mensch) bin. Radio in all seinen alten wie modernen Geschmacksrichtungen ist mir Zeit meines Lebens fremd geblieben. Ich dulde es im Grunde lediglich als Aufwachgetöse per Radiowecker und in seiner Verkehrsmeldungsform bei längeren Autobahnfahrten.
Via EinfachfürAlle, weitere Anstöße zum Thema gab mir heute noch Thomas Gigold…