Thursday, den 30. März 2006
Eine Gruppe hochspezialisierter Fachleute begibt sich zu einer Forschungsstation auf dem Mars, um mit den dort verbliebenen Wissenschaftlern darüber zu beraten, wie man die durch unachtsame Experimente entstandene dramatische Situation wieder in den Griff bekommt. Es entwickeln sich interessante Diskussionen zwischen Vertretern verschiedener Disziplinen, in denen auch ethische und gesellschaftliche Fragestellungen in einer für einen Film erstaunlichen Tiefe eruiert werden. Die Regie des Films begleitet die diskursive Weite der Thematik, wie sie im Drehbuch angelegt ist, mit ruhig entwickelten Spannungsbögen in offenen, hellen Bildern und geradezu elegischen Einstellungen, wodurch sich dem Zuschauer nicht zuletzt der philosophische Horizont der Geschichte nachhaltig vermittelt.
Das Ende bietet keine für alle Beteiligten einvernehmliche Lösung, sondern – dies ist dem verständlichen Wunsch nach einem größeren Publikum geschuldet – ein Happy-End, das aber durchaus zu weiterem Nachdenken (in der Fortsetzung…) anregen mag.
Das wohlausgewogene Darstellerensemble erscheint nachgerade…
Aahhh, so ein Quatsch! Ganz anders…
Dicke Steroid-Bratzen einer Spezialeinheit mit noch dickeren Kanonen und noch viel blöderen Dialogen spratzeln sich auf einer völlig sinnlos strukturierten ›Forschungsstation‹ durch eine garstige Horde monströser Resultate absurder gentechnischer Experimente.
Das Ganze heißt »Doom«, ist unmittelbar dem gleichnamigen Spiel in Version 3 entsprungen, dementsprechend völlig eindimensional, gewalttätig und blutrünstig. Was dem Spiel ja noch angehen mag, das verbreitet wenigstens noch Atmosphäre, die dem Film leider völlig abgeht.
Aber was soll’s? Besser als »Alone in the Dark« (ja ich weiß, danke für die Abmanhung wegen Schmähkritik…) ist das Machwerk allemal.
Meine Empfehlung:
Wer gerade gar überhaupt nichts mit seiner Zeit anzufangen weiß, ein paar nette Spratzelszenen samt gelegentlichen widerlichen Körpereinblicken (Splatter…) nicht scheut, der muss diesen Film auch nicht wirklich sehen. Kann aber.