Saturday, den 6. Januar 2007
Um eine zusätzliche Aufnahmemöglichkeit zum DVD/HD-Rekorder zu haben, entschloss ich mich, meinem PC einen Hauppauge WinTV-Nova-T zu gönnen. Einen DVB-T-Stick für den USB-Anschluss. Billig und einfach, dazu noch eine kleine Stabantenne.
Angeschlossen und installiert, Sendersuchlauf und fertig. Geht. Mäusekino Fernsehen am Computer. So weit, so gut. Über die Optik und die daraus resultierende Bedienungsfreundlichkeit der zugehörigen TV-Software kann man streiten – als einigermaßen geschmackssicherer Mensch muss man das sogar. Eine Preiswurst gewinnt der Hersteller damit nicht, hoffe ich.
Aufnehmen auf die PC-Festplatte klappt auch wunderbar.
Jetzt müssen aufgezeichnete Sendungen natürlich noch irgendwie zum Fernsehgerät transportiert werden. Hierzu gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:
- Direkt per TV-Ausgang des Grafik-Chipsatzes und passendem Kabel zum Fernsehgerät
- Über den Umweg einer (löschbaren) DVD-RW per DVD-Player oder -Rekorder
Und hier beginnt der Spaß!
Die erste Möglichkeit scheitert vorerst aufgrund des Mangels an geeignetem Kabel. Und auch, damit zusammenhängend, am mangelnden Know-how über das Verfahren, wie und was ich vor allem am PC einstellen muss, damit der S-Video-Ausgang ein brauchbares Signal ausgibt. Ich will mich da aber jetzt gar nicht so arg engagieren und reinknien, weil ich eben nicht ständig häppchenweise wegen irgendeins Computerkleinkrams (z.B. mehrere Meter lange Kabel) Geld rauswerfen will.
Die zweite Möglichkeit also wird zur Möglichkeit der Wahl. Nun wird aber schnell klar, dass ein PC-seitiges Brennprogramm mit einem DVD-RW-Rohling etwas anderes anstellt als es mein DVD/HD-Rekorder tut. Nach einigen erfolglosen Ansätzen mit dem (jederzeit voll-editierfähigen) DVD-VR-Modus erscheint der »einfachere« DVD-Video-Modus als besser geeigneter Weg. Der gewünschte Film wandert auf die DVD-RW, kann anschließend ganz normal im Rekorder oder im handelsüblichen DVD-Player abgespielt werden; und ich kann sie anschließend wieder mit Hilfe des Brennprogramms löschen bzw. überschreiben.
Jetzt kann mich die geballte ignorante Torfnasigkeit der Privatsender nicht mehr schocken, die die Sendeplätze für ihre Programme nicht nach der maximal möglichen Größe der angestrebten Zielgruppe ausrichtet, sondern danach, wo der jeweils ausgemachte Konkurrent seine ähnlich gearteten Programme platziert hat. Offenbar, um diesem Zuschauer abzujagen.
Es ist übrigens auch ganz angenehm, mal eine Sendung eben so im kleinen Fensterchen am Rechner mitlaufen zu lassen, ohne dafür die große Glotze schräg ein paar Meter hinter dem eigenen Rücken bemühen zu müssen…