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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Archiv der Kategorie 'Film und DVD'

Eine kleine Geschichte vom Umschalten

Sunday, den 19. Dezember 2004

“Vertical Limit”. Eben auf PRO7 begonnen. Sportfamilie stürzt beinahe an der senkrechten Arizona-Bergwand ab. Hängen nur noch an einem eingeklemmten Haken. Sporttochter zuoberst, in der Mitte Sportsohn (sehr sportlich cool) und unten dran Sportpapa. Haken rutscht. Eingeübte Entsetzens-Gesichter alle drei. Dann Vater mit der Hollywood-Idee, hoch zu Sportsohn (cool, aber inzwischen auch entsetzt): Soll Messer nehmen und Sportvater abschneiden. Seil könne nicht alle drei halten. Gegenseitiges Entsetzens-Anschreien. Totalen auf eingeübte Entsetzens-Gesichter. Lauteres Anschreien. Zitternde-Sportsohn-Hand-mit-Taschenmesser-Totale. (Noch lauteres Entsetzens-Anschreien plus Gesichter-Totalen.) Schnipp, Umschnitt und – -

…umgeschaltet auf Phoenix.

Sorry, aber meine Toleranzschwelle bei Filmen ist inzwischen ziemlich niedrig.

Ei Ei, die Roboter

Wednesday, den 1. Dezember 2004

Warum muss ich angsichts dieses Films so viele Warum-Fragen stellen?
“Das, mein Freund, ist die richtige Frage”

Ich will einmal vorweg nehmen, dass ich mich bei “I, Robot” durchaus gut unterhalten gefühlt habe – was auch damit zusammenhängen mag, dass ich aus Erfahrung längst vorsichtig geworden bin bei den allfälligen SF-/Action-Blockbustern und von vornherein auf bestimmte inhaltliche Erwartungen verzichte.

Der Film nutzt die einfache Erkenntnis, dass man aus den drei Gesetzen der Robotik, die Isaac Asimov im Rahmen seiner namensgebenden Geschichtensammlung etablierte und thematisierte, mit gehörigem CGI-Einsatz, einer seit Ende der neunziger Jahre allgemein vereinbarten Optik des zeitgenössischen SF-Filmes, dem inzwischen klassisch eindimensionalen Abziehbild des Action-Cops der späten achtziger Jahre und einer guten Prise mysteriösen ‘Whodunits’ einen flotten Popcorn-Kinofeger machen kann.

Kann man.

Aber warum? (more…)

Werwölfe mal wieder – Ginger Snaps

Sunday, den 28. November 2004

Heute Ginger Snaps (2000) gesehen. Eigentlich hatte ich neulich zuerst den zweiten Teil in den Fingern, mich dann aber von diversen Rezensionen informieren lassen, dass man besser verständnishalber den ursprünglichen Film sehen sollte und dann erst Ginger Snaps II (2004). Gelesen, getan….

Habe trotzdem einige Tage gezögert… klar, alter Horror-Fan… immer auf dem Zahnfleisch ob des ganzen Blödsinns, der einem da immer wieder unter die Augen gerieben wird – gerade in den letzten paar Jahren. Und zu den Werwölfen wurde ja schon so ziemlich alles Wesentliche gesagt, von tragisch-traurig über mystisch-komisch bis eklig-gruselig. Und Teens mit ihren Problemen im Horrorfilm – man kennt das ja aus leidvoller Seh-Erfahrung. Aber – gerade weil ich bei meinem Lieblings-Genre längst vorsichtig geworden bin und gerne mal zuvor ein paar Kritiken oberflächlich querlese und dann vielleicht eine Bandbreite finde zwischen Lob ohne Hype und Bedauern ohne Verriss… dann… (more…)

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