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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Archiv der Kategorie 'Film und DVD'

Content-Entsorgung

Tuesday, den 14. Juni 2005

Rund 50 VHS-Kassetten mit z.T. uralten Filmaufzeichnungen wegzuwerfen (joo, ab in die Tonne) ist schon mit einem komischen Gefühl verbunden. Da waren schon ein paar Schätzchen dabei, die ich mal seit den mittleren Achtzigern aufgenommen oder von Leihkassetten überspielt habe. Aber inzwischen habe ich längst einige dieser Filme auf DVD, oder sie sind wenigstens in dieser moderneren und qualitativ besseren (und beständigeren) Form verfügbar.

Dieser wochenendliche Selektionsprozess jedenfalls förderte schließlich diejenigen Schätze zu Tage, die momentan nicht oder nur unter sehr viel Mühe alternativ verfügbar sind – und die wandern seit dem Wochenende und in den nächsten Tagen/Wochen auf selbstgebrannte DVDs.

So viel zu den Freuden neuer technischer Errungenschaften und den daraus folgenden erfreulichen Leer-Räumen im privaten »Medien-Schrank«.

David Cronenberg…

Thursday, den 12. Mai 2005

…und die Ignoranz der deutschen Filmwirtschaft

David Cronenbergs aktueller Film »A History of Violence« ist Wettbewerbsbeitrag um die Goldene Palme auf dem gestern (11.05.) gestarteten »Festival De Cannes«.

Egal, wie der Film abschneidet, ich bin schon mal gespannt, ob es der banausigen deutschen Filmwirtschaft erneut gelingt, einen Film dieses Regisseurs glatte zwei Jahre lang völlig zu ignorieren, wie es bei »Spider« der Fall war… einen deutschen Starttermin gibt es laut IMDB zumindest noch nicht.

Bei »Spider« (Sommer 2002) hat es unsere hehre Kultur-Provinzialität immerhin gerade noch geschafft, den Film im Sommer 2004 kurz nach Mexiko und knapp vor Venezuela ins Kino zu bringen, eine Tatsache, die an Lächerlichkeit kaum zu übertreffen ist…

Blankes Entsetzen – in Wachs!

Tuesday, den 3. Mai 2005

Die Besetzung:

Elisha Cuthbert, Chad Michael Murray, Brian Van Holt, Jared Padalecki und (festgehalten!) Paris Hilton, u.a.m.

Der Titel:

House of Wax

Genau. Kennen wir alte SäckeTM doch. Jetzt gemeinsam aussprechen:

Ein R-E-M-A-K-E

Und schon wieder wird die Klamottenkiste der Klassiker geplündert zum gefälligen Füllen der Kassen, nach Möglichkeit ohne den Umweg über eine Idee oder gar einen kreativen Impuls gehen zu müssen.

Interessant ist dabei am Rande, dass Hollywood zur Zeit offenbar gerne die Horror-Kiste plündert und ein belangloses “Remake” nach dem anderen produziert. Neben den ebenso belanglosen Originalproduktionen der letzten Jahre setzt man somit auf die alte Tour mit billiger ‘Exploitation’ im Autokino-Mädchenschreck-Format ohne auch nur den geringsten inhaltlichen Anspruch. Von völlig sinnfreien Computerspiel-Verwurstungen sehe ich mal ganz ab. Ich will mir ja nicht den restlichen Abend verderben.

Aber vielleicht hat es ja sein Gutes, dass das Genre nur alle seltenen Jubeljahre mal einen guten Film hervorbringt. Denn über diesen kann man sich dann um so mehr freuen…

Siehe:
Rotten Tomatoes
Roger Ebert

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