Wednesday, den 7. April 2004
Oder: wie gelangt man von Jeffrey Zeldman zu Michael Moore?
Bücher kauft man im Buchladen. Man geht hinein in den Buchladen seiner Wahl, stöbert nach dem Titel, den man gerade wünscht, findet ihn schließlich, nachdem man mindestens drei andere interessante Bücher besehen und “begriffen” hat, und kauft ihn. Alleine der Moment des Bezahlens an der Kasse des Buchhändlers – der in schon klassischer Weise seine Kasse nicht so richtig gut bedienen kann, er ist Buchfachmann, kein Kassierer – und der Moment des Einsteckens des neuen Buches in die Tasche sind wahre kulturelle Momente, durch deren Erleben ein ganzer Tag gerettet sein kann. Die anderen drei Bücher wandern womöglich auf die innere Liste der Bücher, die demnächst “dran” sind.
Im Falle, dass das angestrebte Buch nicht verfügbar ist, findet man in aller Regel ein anderes, welches sogleich auf besagter inneren Liste an die vordere Position rückt – und der Tag ist gerettet….
Je dünner, und dümmer, die Auswahl der wenigen verbliebenen Buchhandlungen heutigen Tags ist, desto eher ist man genötigt, etwas zu tun, was ich zumindest bis heute niemals wirklich frei-willig getan habe: ein Buch zu bestellen!
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