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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Archiv der Kategorie 'Blogging'

Und immer wieder die “Disclaimer”

Tuesday, den 21. September 2004

Eben bei praegnanz.de darauf gestoßen:

Dies geht raus an alle, die immer noch denken, sich von allen Links auf ihrer Website inhaltlich distanzieren zu können.

Folgt ein Zitat mit Verweis auf relevante Quellen zur Sachlage. Recht so, denn immer noch scheint es manchen Website-Betreibern herzlichst am Knie zu klemmen, sich in irgendwelchen Vor-Feldern von irgendwelchen mehr oder minder bewusst ausgeübten Web-Tätigkeiten unter Berufung auf nicht gelesene Hamburger Gerichtsurteile zu distanzieren.

Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach, und auch juristische Wortklauber werden einem daraus keinen dicken Strick drehen können:

Ich verlinke – und genau das verantworte ich auch. Daran ist garantiert nichts wegzudisclaimen.

Inhalte, die ein anderer Website-Betreiber verbockt,verantworte ich nicht. Wie könnte ich? Ich bin ja auch nicht für einen Banküberfall verantwortlich, den ein anderer begangen hat. (Nein, jetzt keine Spitzfindigkeiten hier!)

Wenn ich auf Webinhalte verlinke, die rechtswidriger/krimineller Natur sind, dann weiß ich normalerweise davon. Ich verlinke ja nicht völlig bewusstlos und/oder besoffen. Also kann ich in solchem Falle für die Weg-Weisung zu kriminellen Machenschaften durchaus auch haftbar gemacht werden.

Ich, wir alle, wir gewöhnlichen Webautoren, Blogger und wie wir heißen mögen, verlinken doch in – ich schätze pi mal Daumen – 99,75 Prozent auf Websites, die nicht krimineller Natur sind. Und wahrscheinlich werden 100 Prozent dieser Sites in den nächsten Monaten ihren Inhalt nicht gegen kriminellen Kram austauschen (harhar!).

Und wenn denn mal einer etwas Schlimmes tut in seinem Webllog – vielleicht einen anderen rechtswirksam beleidigen – dann werden alle die anderen, die sein Blog in der Blogrolle haben, sicher nicht vor den Richtertresen gezerrt werden. Denn niemand wird ernsthaft erwarten können, dass ein Website-Betreiber im Minutentakt die Ziele seiner Links daraufhin überprüft, ob da jemand plötzlich mal über die Stränge haut.

So, und jetzt raus mit dem schwachsinnigen (und eventuell sogar gefährlichen) Verweis auf das Hamburger Urteil… überhaupt: Weg mit “Disclaimern” vergleichbarer Art. Von Dingen, die einen juristisch nicht betreffen, braucht sich niemand im Vorfeld zu distanzieren – sie betreffen ihn eben gar nicht. Und für Dinge, für die er verantwortlich gemacht werden kann, kann niemand einen rechtswirksamen Verantwortungsausschluss proklamieren.

Hier nun noch ein Link (verantwortet!) zu einer reichhaltigen Erörterung, andere Quellen sind via o.a. Web-Ort aufzufinden:

Das Märchen vom “Link-Urteil”

So, und jetzt guck ich schnell mal, was ich auf meiner Kontaktseite so für einen Blödsinn verbraten habe (aber bestimmt keinen Verweis auf Hamburger Urteile…)

Trackbacks zum Zweiten

Sunday, den 12. September 2004

Bei kronn.de eine Erklärung des “Trackbacks” gelesen. So langsam klärt sich für mich die Angelegenheit auf und der Nutzen wird ersichtlich. Wo das normale Kommentieren ja immer irgendwie eine Einbahnstraße ist, was die Kommunikation des Kommentierenden mit dem Autor des Artikels angeht (es sei denn, man “mißbraucht” die Kommentarfunktion, um wie in einem Forum zu diskutieren), ist das Trackback eine Kommunikation zwischen den beteiligten Weblogs, die sich auf diese Weise untereinander quasi vernetzen. Und für mich als (ehemals) Kommentierenden hat es den Vorteil, dass ich mich in meinem eigenen Log zu Artikeln von anderen Bloggern auslassen kann – und mir eventuell noch gerne gesehene Gäste in mein Log hole, wenn ich schön brav, lieb, erhellend, witzig schreibe…. you name it.

Also los denn, mit diesem Artikel sei das “Trackback” von meiner Seite aus hiermit erstmals ausprobiert…

Kleinigkeiten – so uralte Blog-Artikel

Thursday, den 9. September 2004

Da stelle ich doch eben beim Stöbern in meinem Feedreader im Firefox fest, dass alle meine Artikel, die noch vom Greymatter stammen, zwar ordentlich ins WordPress importiert worden sind, sich aber in zweien der Feeds (RSS2 wie Atom) mit dem Standarddatum 1. 1. 1970 wiederfinden. Uiuiui… nun, so alt sind sie wirklich nicht, ergo muss da irgendwo etwas schief gegangen sein. Jetzt werde ich mir die Geschichte mal aus der Perspektive der Datenbank anschauen.

Jaja, es sind doch so einige unangenehme Kleinigkeiten, die ein Plattformumzug mit sich bringt…

Nachtrag kaum 30min später:

Zack, Problem schon gelöst (manchmal bin ich schon schnell…). Jeder WordPress-Artikel trägt das Datum seiner Erstellung in zwei Formen: Lokales Datum und Datum mit GMT-Zeit. WordPress generiert seine Syndication-Feeds unter Verwendung des Datums mit GMT-Zeit, welches dann mit der in den Optionen eingestellten Zeitverschiebung abgeglichen wird. Die älteren aus Greymatter importierten Beiträge haben aber nur eine Datumsangabe, das GMT-Feld in der Datenbank war also leer. Deswegen das Default-Datum.

Ich habe also bei den letzten zehn Beiträgen einfach mal per Hand die entsprechenden Datumseinträge in der Datenbank nachgetragen und so den Feeds auf die zeitlichen Sprünge geholfen.

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  • Boris (Autor) am 20.4.2012:
    Das ist tatsächlich eine Möglichkeit, die ich auch bedenke: augenstille.de umbauen wie...
  • Hokey am 20.4.2012:
    Es reicht ja auch, das Blog mal ein paar Monate / Jahre liegen zu lassen – ich kenne ein...
  • Boris (Autor) am 14.2.2012:
    Ich hatte 2003 schon einmal einen Satz Ohrmuscheln bestellt. Hatte einfach dort angerufen...
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    Den hätte ich lauthals ausgelacht und gefragt, wie es sein könne, dass sein Köter Haufen...
  • Perun am 25.1.2012:
    Ja, das ist ärgerlich und unnötig. Vor allem kriegt man das ganze nicht so einfach ab, wenn man...

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