Beschissene Wortklaubereien!
23. August 2010 – 15:22 Uhr
Bei jeder sich bietenden Gelegenheit werden sie offenbar wieder hochgewürgt, die beschissenen Wortklaubereien und pseudojuristischen Spitzfindigkeiten bezüglich der Einschätzung der DDR als sogenannter »Unrechtsstaat« oder doch nicht, oder doch nicht so ganz, oder nicht vollkommen, oder so ähnlich, oder wie auch immer.
Ich will mich darüber nur noch ein einziges Mal aufregen, obwohl ich das (und nicht nur ich) doch eigentlich gar nicht mehr tun wollte – mich über irgendetwas aufregen:
Ein Staat, der seine Bewohner einsperrt, zu diesem und nur zu diesem Zweck um seine Außengrenze eine brutale, tödlich verminte, stacheldrahtbewehrte und gelegentlich hochbetonierte Umzäunung zieht, dahinter in Sichtweite-Abständen eine Soldateska stationiert, die jeden, der das Land unerlaubt (unerlaubt, alleine das ist schon grotesk!) verlassen will, abzuknallen angewiesen ist, ist schlicht – mindestens unter Menschenrechts-Gesichtspunkten – ein illegitimes totalitäres Drecksregime.
Jeder Bewohner eines solchen Regimes hat nach meiner Überzeugung das geradezu natürliche legitime Recht, sich die entsprechende gewünschte Freiheit bei Bedarf notfalls mit Waffengewalt gegen die willfährigen Schergen dieses Regimes zu verschaffen.
Hoffentlich verschwinden auch die letzten (ehemaligen) politischen Vertreter dieses Regimes bald und endlich in der wortlosen Versenkung und behelligen das (vereinte) Volk nicht noch Jahrzehnte mit solchen ›korrigierenden‹ Wortklaubereien um das angebliche Nicht-Zutreffen dieses bekloppten Begriffs »Unrechtsstaat«. Denn das ist es unter anderem nämlich auch, was immer wieder einen Keil zwischen die ehemals zwangsweise getrennten Bevölkerungsteile treibt.
Punkt.

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