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Ich kann ja mal fragen

25. Mai 2010 – 21:05 Uhr

Warum immer zu Amazon-Bewertungen, der Phantastik-Couch oder zu vergleichbaren Web-Orten streben, um neue und interessante Science-Fiction-Literatur zu entdecken? Warum nicht einfach mal über dieses Blögchen meine geneigten Leser fragen? Also in drei Schritten:

1. Der Ausgangspunkt

Wer dieses Blögchen seit längerer Zeit besucht, hat vielleicht einiges zu meinen Vorlieben in Sachen Science-Fiction vernommen und von meinen zur Zeit bevorzugten Autoren gelesen.

Meine thematische Vorliebe ist nicht unbedingt eine eher Zukunfts-technisch orientierte ›harte‹ SF, obwohl ich mich in diesen Gefilden auch immer wieder einmal bewege und früher sogar vorwiegend bewegt habe.

Tatsächlich steht mir der Sinn aber eher nach gut erzählten Geschichten über Menschen in zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklungs-Zusammenhängen (Utopien/Dystopien), über Menschen in spannenden Abenteuern auf zukünftig bevölkerten Welten (Space Operas), wobei ich eine gewisse ›Realitätsnähe‹ bevorzuge – was auch heißt, dass mir eher im Reich der Fantasy angelegte Geschichten um ferne Welten- und Königreiche o.ä., die sich gar noch in Jahrtausende andauernden intergalaktischen Kriegen verzettelt haben, nicht wirklich liegen.

Nicht wirklich erwärmen kann ich mich für vieles, was in den Bereich des sogenannten ›Cyberpunk‹ eingeordnet wird, angefangen mit William Gibson, dessen Erstling ›Neuromancer‹, aber auch nachfolgende Werke mich nicht begeistern konnten. Ähnlich dürfte es mir z.B. gehen mit Charles Stross, nachdem ich vor einiger Zeit in zwei seiner Romane kurz hinein­schnupperte.

Militärisch orientierte SF (Military-SF) übrigens, die sich wesentlich um irgendwelche Kriege zwischen Welten und im Zuge dessen detailreich vermittelte zukünftige Waffentechnik dreht, ist für mich ganz AUS.

OK, wie auch immer, zähle ich doch einfach mal ein paar Autoren auf, mit deren Werken ich mich zur Zeit, zum Teil aber auch schon seit vielen Jahren beschäftige. Bei den SF-Freunden unter euch dürfte sich damit schon ein gutes Bild meiner Vorlieben einstellen. Und ab:

2. Das Namedropping

  • Dan Simmons
  • Robert Charles Wilson
  • Jack McDevitt
  • James Graham Ballard
  • Andreas Eschbach
  • Brenda Cooper
  • Ken Grimwood
  • Richard Morgan
  • Stephen Baxter
  • Arthur C. Clarke

In Kürze werde ich wohl erstmals ein Buch von Alastair Reynolds in die Hand nehmen.

3. Meine Fragen an euch

Ganz einfach:

  1. Welche Bücher und/oder Autoren empfehlt ihr mir?
  2. Was sollte ich unbedingt entdecken?

Btw: Kennt vielleicht jemand interessante SF aus Frankreich, Italien oder womöglich Spanien? Oder sogar aus den skandinavischen Ländern? All dies aber bitte ins Deutsche übersetzt, da ich in den jeweiligen Sprachen nicht unbedingt lesen kann.

Ich danke mal im Voraus! :smile:

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Dieser Inhalt (Textbeitrag und Fotos) ist unter einer Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND lizenziert.

3 Kommentare zu ›Ich kann ja mal fragen‹

  1. HF

    Ken Grimmwood, Replay – Das zweite Spiel
    Robert A.Heinlein, Fremder in einer fremden Welt
    Bruce Sterling, Schismatrix
    Georg Turner, Das Menschenprojekt

  2. Boris (Autor)

    ›Replay‹ von Grimwood habe ich vor ein paar Monaten gelesen, es war eine interessante Geschichte. Von dieser Art könnte ich mehr haben.

    Bei Heinlein bin ich mir nicht sicher, ob mir das heute noch gefällt. Es käme vielleicht auf den Versuch an.

    Bei Sterling bin ich stark skeptisch, das hatte ich mal im Buchhandel in den Händen zum Reinschnuppern – und wieder zurückgestellt.

    Turner könnte interessant sein, ist aber wohl zur Zeit nicht mehr aufgelegt.

    Danke für die Tipps!

    Zur Zeit bin ich bei den letzten zwei Dutzend Seiten von Wolfgang Jeschkes ›Der letzte Tag der Schöpfung‹ angelangt und bin erstaunt über einen zwar eher kurzen, aber dennoch hochinteressanten Roman mit einer Menge bedenkenswerter Aspekte. Das verleitet mich glatt, demnächst einmal sein ›Das Cusanus-Spiel‹ in die Hand zu nehmen.

  3. HF

    Das Buch von Sterling ist ziemlich abgedreht, aber ich habe es mit Vergnügen gelesen. “Science” ist da eher weniger drin, mehr “fiction”; wohl auch Cyberpunk-behaftet.
    Vielleicht gibt es den Turner bei ZVAB?

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