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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Frankfurt liest …

8. April 2010 – 20:34 Uhr

ein Buch:

Kaiserhofstraße 12
Valentin Senger (Frankfurt am Main 2010)
ISBN 978-3-89561-485-9

Zu Autor und Buch:

Familie Senger, jüdisch und kommunistisch orientiert, muss in den dreißiger Jahren aus Russland fliehen und landet in einem neuen Zuhause in der Frank­furter Kaiserhof­straße. Wie er und seine Familie nach Hitlers Macht­ergreifung in diesem kleinen kulturellen und sozialen Schmelz­tiegel mitten in Frankfurt lebt und überlebt, beschreibt Valentin Senger, Journalist und Schrift­steller in seinem ursprünglich 1978 publizierten Buch »Kaiserhofstraße 12«.

Zum Ereignis:

Die im Buch geschilderten Ereignisse sind natürlich Teil der Frank­furter Geschichte in den dreißiger und den folgenden Jahren. Um hierfür Erinnerung und Bewusst­sein zu schaffen, finden vom 21. April bis zum 9. Mai insgesamt 100 Veranstaltungen statt, die jede auf ihre Weise dieses Buch thematisiert. Alle Frankfurter – aber nicht nur die – sind ausdrücklich aufgerufen, teil­zunehmem und sich einen kleinen Ausschnitt Frankfurter Geschichte anzu­eignen, den sie bisher vielleicht noch nicht kannten.

Ich selbst habe mir das Buch heute gekauft, weil auch mich die jüngere Geschichte meiner Heimat­stadt zunehmend interessiert; außerdem freue ich mich auf eine kleine Abwechslung zu meinem üblichen Lese-Kosmos, der sich bekanntlich eher im Bereich der Science-Fiction und des Thrillers bewegt. Aber dank weiter reichender literarischer Vorbildung, nicht zuletzt durch mein Studium, kenne ich da keine Scheuklappen, was solche literarischen Neuent­deckungen angeht.

Aber zuvor muss ich natürlich noch das letzte Viertel meines aktuellen Buchs abschließen, das mir gegen Ende zunehmend besser gefällt – und das ich deswegen auch als zwar etwas außer­gewöhnliche, aber durchaus abenteuer­liche Unterhaltung empfehlen kann:

Darwinia
Robert Charles Wilson (München 2010, urspr. 1998)
ISBN 978-3-453-52646-4

Und demnächst hoffentlich kann ich dann endlich Dan Simmons’ ›Olympos‹ in Angriff nehmen …

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