Drama, Chaos, Katastrophe
11. Januar 2010 – 5:52 Uhr
Es kommt wohl nicht nur mir so vor, dass inzwischen jegliche Abweichung vom ›normalen‹ Alltagszustand medial mit größtmöglicher Dramatisierung begleitet bzw. aufgebauscht wird.
So wundert es mich seit vielen Jahren schon, warum man den allgemeinen Verkehrsstillstand bei größeren Schneemengen auf den Straßen als »Verkehrschaos« bezeichnet, wo es sich doch eigentlich um das genaue Gegenteil von Chaos handelt: nämlich größtmögliche Ordnung. Eben Stillstand oder langsames, gleichmäßiges Vorankriechen.
Gelegentliches Chaos wird dabei regelmäßig höchstens punktuell von einigen Individuen – und nicht von irgendwelchen »Daisys« – angerichtet, die nicht imstande sind, bei anderen Witterungsbedingungen als sommerlicher Wärme vernünftig Auto zu fahren.

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Am 11. Januar 2010 um 14:37 Uhr
Ich erinnere mich noch, als ich vor 20 Jahren in der Geleitsstraße gearbeitet habe, da hingen wir bei Schneefall immer am Bürofenster und haben geguckt, wenn an der Kreuzung zur Darmstädter Landstraße die Hecktriebler nach der Rotphase bergauf nicht mehr vom Fleck gekommen sind. Heute ist so ein kleiner Schleuderkurs fast schon ne Story für die Primetime
Am 11. Januar 2010 um 22:55 Uhr
Früher nannte man das einfach “Winter” und ging vernünftig damit um.
Am 1. Februar 2010 um 18:13 Uhr
@Oldman ! Ganz genau beobachtet. Heute werden wir lieber versorgt mit hysterischer Berichterstattung. Alles ist dramatisch und chaotisch, es sind einfach Wörter geworden, die wir gerne benutzen. Und Leute, die ihren Fahrstil nicht an die herrschendem Wetterumstände anpassen können, sind wahrscheinlich auch ohne den Schnee ein Gefahr auf dem Weg.