Corned Beschiss
1. August 2009 – 20:00 Uhr
Es ist schön, wenn uns die Frankfurter Rundschau informiert, dass das hessische Verbraucherschutzministerium in einer Untersuchung Mängel respektive Beschiss bei im Handel erwerblichem Corned Beef festgestellt hat.
So seien bei 13 von 15 Proben (entsprechend 86,7 Prozent) der vorgeschriebene Anteil von schierem Muskelfleisch ohne Fett und Bindegewebe nicht enthalten gewesen, und bei knapp über 50 Prozent waren verarbeitete Zusatzstoffe nicht oder nicht korrekt gekennzeichnet.
Die mangelhafte Qualität der als Corned Beef angebotenen Erzeugnisse ist ein Betrug am Verbraucher. Nicht nur beim Käse und Schinken sondern auch beim Corned Beef wird übelster Etikettenschwindel betrieben.
Und weiter:
Wir werden das nicht tatenlos mit ansehen und wie bereits in den Fällen Schummel-Käse und Mogel-Schinken geschehen, entsprechende Maßnahmen ergreifen. Jeder Anbieter, der die Verbraucher mit falsch ausgezeichneten Lebensmitteln täuscht und zweimal dabei erwischt wird, muss mit Sanktionen rechnen und wird namentlich im Internet genannt.
Schön, dass man das alles erfährt, denn es hilft beim Einkauf, Ware von Betrügern von derjenigen ehrlicher Lebenmittelhersteller zu unterscheiden.
Ähh wie? Hilft beim Einkauf?
Ja, wenn man denn als Konsument auch erführe, welches Corned Beef welches Lebensmittelpanschers aus Gründen nachhaltigeren Kundenbeschisses mangelhaft ist.
Derart uninformiert, aber »gewarnt«, wie es heißt, bleibt mir als Konsumenten doch bloß übrig, auf den Kauf von Corned Beef ganz zu verzichten. Denn wie es oben heißt, darf mich offenbar jeder Pfuscher einmal frei und ungestraft bescheißen, bevor mir bekannt gegeben wird, wer mich bescheißt.
Nachtigall, hör ick dir etwa trapsen, wem da in vorauseilender Gefälligkeit wieder einmal die Chance gewährt wird, »Selbstregulierung« zu betreiben?

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