Wer bietet mehr?
22. Juli 2009 – 21:58 Uhr
Warum nur drängt sich mir angesichts dieses verworrenen und regierungsseitig beständig mit – scheinbar – klaren Absichtsbekundungen im Vagen gehaltenen Ränkespiels um GM und Opel so langsam ein bestimmter Verdacht auf?
Also … schau’n wir doch mal:
- Die vier Bundesländer mit Opel-Standorten wollen ihre Bürgschaftszusagen lediglich für den Übernahmefavoriten Magna et.al. gelten lassen. Diese Bürgschaften sind ein wesentlicher Knackpunkt, das der Bund wohl argumentative (und andere?) Schwierigkeiten bekäme, entsprechende Steuergeld-Größenordnungen als Staatsbürgschaft zuzusagen.
- GM hat m. E. nach wie vor keinerlei originäres Interesse an Opel und den europäischen Standorten, geschweige denn den dortigen Beschäftigten, sondern lediglich an einem Konzernteil, der möglichst großzügig mittels deutscher Steuergelder alimentiert wird.
- Es ist doch noch verhältnismäßig viel Zeit bis zur Bundestagswahl am 27. September
Mein sich aufdrängender Verdacht ist nun, dass GM nicht die einzige Partei im Spiel ist, die lieber einen als »Strohmann« für GM zumindest in Verdacht stehenden Bieter (RHJ International) am Zuge sähe, damit GM auch zukünftig größtmöglichen Zugriff auf Opel behält. Was sich, anders als die GM-Werke im US-Heimatland, schneller als profitabel zu machen erweisen dürfte.
M.a.W.: Wird das ganze Ränkespiel nach Möglichkeit bis nach der Bundestagswahl hinausgezögert, um anschließend nach dem Etablieren der Wunschkoalition frei von Befürchtungen um ungünstige Wählervoten einvernehmlich eine »beste Lösung« zu präsentieren, die die am Verhandlungstisch (und nur dort!) beteiligten »Partner« – vor allem Bund und GM – befriedigt?
Hmm … ist nur so ein Verdacht …

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