Lebenszeichen aus der Sperrzone
24. Februar 2009 – 20:42 Uhr
Es scheint mir untrüglich, dass meine Artikelfrequenz in der letzten Zeit arg gelitten hat. Irgendwie fällt mir im Moment nicht so wirklich viel ein, über das ich Lust hätte zu schreiben. OK, ich könnte mich échauffieren über hinlänglich bekannte neoliberale Vor- … äh nein, ganz sicher nicht -denker … besser -beter und deren billige Versuche, jeglichen Versuch der Abkehr vom heiligen Dogma des freiradikalen Marktes seitens der Regierung mit tumbem ideologischem Gepoltere zu verteufeln. Aber ehrlich, Leute, ich habe im Moment wirklich keine Lust, mich auch nur eine Minute länger mit solch fragwürdigen Gestalten zu befassen. Im Grunde nehme ich solche Typen nicht ernst. Ja, ich weiß, man muss sie ernst nehmen, denn sie sind mit ihren einflussreichen Giftfingern in allen wirtschaftlichen und politischen Einflusssphären eine wirkliche Gefahr für unsere Gesellschaft.
Wie dem auch sei ![]()
Da passierte am Donnerstag letzter Woche etwas in Frankfurt, das künftig richtig Wirkung zeigen wird:
Die Durchfahrtstraße an der Hauptwache – vom Rossmarkt in die Eschersheimer Landstraße – wurde gesperrt. In Bälde wird die Straße ganz verschwinden und die Fußgängerbereiche um die Hauptwache und in die Zeil hinein werden gestalterisch verschmelzen. Die Andienungen an die umliegenden Parkhäuser bleiben erhalten und ich schätze, dass sich in ein paar Wochen der Verkehrsfluss eingeregelt hat und kaum noch ein Hahn wegen der fehlenden Durchfahrt mitten durch die Kern-Innenstadt krähen wird.
Und schließlich öffnet übermorgen, am kommenden Donnerstag, der neue ›Einkaufstempel‹ Mei Zeil My Zeil auf eben dieser Zeil. Die Glasfassade mit dem atemberaubenden … ja, ähh… Loch, Luftkanal, Durchblick … sorgt schon seit geraumer Zeit für Diskussionen. Ich muss sagen, ich finde dieses Ding wirklich atemberaubend – nicht wirklich schön, aber originell und mutig.
Am Rande … tatsächlich merke ich, dass ich mit zunehmendem Alter in Sachen Architektur gerade nicht konservativer werde, wie man vielleicht erwarten könnte, sondern gerne mutige Lösungen sehe und zu akzeptieren bereit bin. Da kommt wohl mit dem Alter und der Seherfahrung mehr Offenheit und auch Lust auf aufregende Lösungen.
So, da habe ich glatt wieder einmal einen kleinen Artikel geschrieben, und Spaß hat’s auch gemacht. Bis demnächst also in diesem Theater Blögchen …

Dieser Inhalt (Textbeitrag und Fotos) ist unter einer Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND lizenziert.





