Tuesday, den 25. November 2008
Ich hatte mich zu diesem erhellenden Thema »DE-Mail« ja bereits kurz und im Grunde abschließend ausgelassen – aber just eben bin ich auf Bedingungen gestoßen, die Kristian Köhntopp klar und deutlich als grundlegend für jegliche Akzeptanz einer solchen staatlichen ›Bürger-E-Mailadresse‹ formuliert:
- Vollständige Transparenz der verwendeten Software und Prozesse, das schließt insbesondere die Verwendung von Open Source Software mit ein, die wiederholt gefordert wird
- Vollständige Kontrolle des Endanwenders über die Generierung und Speicherung der verwendeten privaten Schlüssel, um Key Escrow und Backdoors auszuschließen
- Verwendung von Anbietern und Behörden, die nicht wie das Innenministerium und das BSI in einem Interessenkonflikt stehen und nicht wie die Telekom durch Abhörskandale und Kundendatenverlust in ihrer Vertrauenswürdigkeit kompromittiert sind
Dem ist eigentlich nichts weiter hinzuzufügen außer der Feststellung, dass diese Bedingungen ganz sicher keinesfalls erfüllt sein werden – mithin das Ganze als netter, aber durchschaubarer Versuch zu werten sein dürfte…