In Ordnern abgeheftet zur gefälligen Ansicht
6. October 2008 – 13:20 Uhr
Laut Frankfurter Rundschau hatte man bei T-Mobile Einzelverbindungsnachweise – ich vermute – verdächtiger und zur Überwachung ausersehener Aufsichtsratsmitglieder zur gefälligen Nutzung durch interessierte Vorstandskreise ganz klassisch bereitgehalten: ausgedruckt und geordnet abgeheftet in Aktenordnern.
Wie aus Konzernkreisen bekannt wurde, hat T-Mobile die Einzelverbindungsnachweise der Aufsichtsräte jahrelang aufbewahrt und nach Personen sortiert in Ordnern abgeheftet. Betroffen sind auch ein halbes Dutzend Arbeitnehmervertreter, denen die geheimen Ordner nun ausgehändigt wurden. (…) Aufbewahrt wurden die Aktenordner ohne Wissen der Betroffenen bis 2006 nach FR-Informationen im Büro des Aufsichtsrats.
Und da man das ja nur bis 2006 tat (ich persönlich vermute: das Abheften in Ordnern) und die Datenerfassung zu dieser Zeit natürlich noch manuell per Schreibmaschine erfolgte, gibt es von diesen riesigen Datenbeständen selbstverständlich absolut keine zugrunde liegenden digitalen Datenbestände, die irgendwo – ebenso geheim wie die Aktenordner – per Datensicherung gesichert wären.
Aber nein, also … wer käme denn auf diese Idee?
via Burks’ Blog

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Am 7. October 2008 um 07:24 Uhr
So wenig ich die Telekom mag – in diesem Fall gehe ich einfach davon aus, dass es zu Abrechnungszwecken geschah. Ganz normale Rechnungen mit Einzelverbindungsnachweis, die halt über mehrere Jahre aufbewahrt wurden. Rechnungsempfänger ist das Büro des Aufsichtsrat, weil die die Rechnungen zahlen, also kommen da auch die Einzelverbindungsnachweise hin.