Der Sportfan in mir
14. August 2008 – 22:52 Uhr
Ich muss zugeben, dass ich kaum jemals so viel und gerne Männer-Turnen gesehen habe wie in den letzten Tagen. Auch wenn unser deutscher Top-Recke Fabian Hambüchen offensichtlich so seinen Hader mit seinem Paradegerät hat.
Und ich habe sogar durchaus den Hockey-Frauen mit Begeisterung bei ihren ersten Spielen zugeschaut. Nicht aber, dass jetzt jemand glaubt, ich könnte je Hockey-Fan werden … es ist IMHO nach wie vor ein Sport, bei dem die Spieler mit viel zu kurzen Stöcken den Ball über den Platz bollern müssen
Beim Schwimmen (oder sollte man besser »Weltrekordeln« sagen?) frage ich mich allerdings, was ich davon halten soll. Denn wenn man sieht, dass nicht nur ein paar Athleten aus einem oder zwei Land, sondern eine ganze Heerschar aus mehreren Ländern Rekordzeiten fast in Serie schwimmen, muss man sich fragen, ob das auf neueste Dopingmaßnahmen auf breiter Front zurückzuführen sein kann. Ich gehöre nun beileibe nicht zu denjenigen, die Doping für bedauerliche singuläre Verfehlungen einiger weniger Unbelehrbarer halten. Und auch die sogenannte »Unschuldsvermutung« ist lediglich ein juristisches Konstrukt, das ich für meine persönlichen Einschätzungen nicht in Anspruch nehmen muss – und es auch nicht tue.
Ich fände es nämlich merkwürdig, gäbe es eine solcher Leistungsexplosion nur in einer Sportart. Bislang haben sich neue Dopingmethoden kaum jemals auf eine Sportart beschränkt, und diese auffällige Leistungsexplosion im Schwimmsport ist ja nicht ganz neu. Aber andererseits, wir haben noch keine Leichtathletik gesehen …
OK, jetzt aber muss ich mir endlich mal Nahrung zuführen. Und später in der Nacht sollte u.a. Gelegenheit sein (hallo lieber HD/DVD-Recorder, es kommt wieder Arbeit auf dich zu), mal zu schauen, wie zierlich, winzig und frühkindlich jung (angeblich) sechzehnjährige turnende Mädchen aussehen.

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