Mikroformate, Tags, Kategorien und Firefox
4. August 2008 – 15:08 Uhr

Nils lässt sich neuerlich über Mängel des erneuerten Webangebots der Stadt Hamburg aus. Vor allem kritisiert er, dass z.B. Termine von Veranstaltungen nicht mit Hilfe von Mikroformaten (microformats.org) – in diesem Falle entsprechend hCalender – ausgezeichnet sind.
Das wäre nicht nur zeitgemäß, sondern auch nützlich, denn man könnte auf diese Weise Veranstaltungstermine völlig unkompliziert in seinen (geeigneten) Terminplaner übernehmen.
Ein kurzer Blick vor meine Haustüre zeigte mir, dass auch das Frankfurter Webangebot in dieser Sache nichts zu bieten hat.
Es mag also tatsächlich so sein, dass derartig große Webangebote, mit derartig großen CMS von derartig großen Agenturen produziert, noch am Beginn des gewaltigen Sprunges von Broschüren-Holz zu WorldWideWeb sind und wir Nutzer da einfach geduldig sein müssen. Mit Inline-Links zu Fremd-Quellen in Informationstexten innerhalb dieser Webangebote hat man ja auch noch so seine Schwierigkeiten. Man kennt das übrigens auch von großen Zeitungen und Wochenmagazinen, die sich gerade vorsichtig im Web versuchen. Aber ich schweife ab …
Firefox, Operator und Mikroformate
Nils erwähnt die Firefox-Erweiterung »Operator«, die auf Webseiten oberflächlich verborgene mikroformatierte Daten ausfindig und bequem zugänglich macht. Das kann über eine zusätzliche Symbolleiste und/oder Hinweissymbole in der Firefox-Adresszeile bzw. der Statuszeile geschehen.
Nach der Installation der Erweiterung stellte ich sogleich höchst erfreut fest, dass sie auch vergebene Kategorien und Tags erkennt und hierzu jeweils weiterführende Links (zu Technorati, Amazon, Flickr, Upcoming, YouTube u.a.m.) anbietet. Ich kann aber im Moment noch nicht sagen, ob sich dieser Erkennungsvorgang auf WordPress-Blogs und womöglich das Plugin »Simple Tags« beschränkt, weil die Elemente dadurch entsprechend gekennzeichnet werden. Kurze Stichproben bei ein paar Nicht-Wordpress-Blogs zeigten jedenfalls, dass deren Kategorien und Tags nicht erkannt werden.
Hier sollte ich also noch etwas weiter forschen. Weitere Erkenntnisse teile ich bei Gelegenheit an dieser Stelle mit …
Update um 20:40 Uhr:
Das Mitteilen weiterer Erkenntnisse kann ich mir sparen, denn meine schlauen Leser wussten es schneller und besser als ich und ergänzten meine Ausführungen mit ihren Kommentaren …

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Am 4. August 2008 um 15:41 Uhr
Das funktioniert mit allen korrekt mikroformatierten, also mit rel=”tag” gekennzeichneten Links. Bei mir auf dem Blog zum Beispiel geht es auch und WordPress würd ich nichtmal in die nähe meines Servers lassen
Außerdem müsste man bei den meisten Blogs kritisieren, dass sie weder das hAtom-Format, noch hCards oder hCalendar µF benutzen. Aber so ist es eben. Wer jetzt schon Microformats hat ist eben doch noch early adopter
Am 4. August 2008 um 16:08 Uhr
Liegt nicht am Plugin, dass ist im Core von WordPress so verankert. Damit hat es also jeder WP-Blog.
Am 4. August 2008 um 17:02 Uhr
Ich vermisse hCalender nicht. Denn es ist so nicht zugänglich.
Am 4. August 2008 um 22:21 Uhr
Ich bin “early adopter”. Cool.
Einer muss ja anfangen, etwas Struktur ins Netz zu bringen. Alle Konzerte und Comics werden bei mir mit hReview ausgezeichnet. In einer anderen Seite (Band) habe ich hCalendar eingesetzt. Sich hinzusetzen und zu warten, bis der Durchbruch kommt und alle es unterstützen hilft nichts. Wenn alle warten passiert nämlich nichts. Ich mache das jetzt schon.
Am 4. August 2008 um 23:21 Uhr
Nur, wenn du das abbr-design-pattern einsetzt, mit dem value-exerption-pattern sollte man auf der sicheren Seite sein. Alternativ kann man das abbr auch per display:none ausblenden, das lesen Screenreader ja nicht vor (und ja, das führt zu redundanten Daten, aber die Eierlegende Wollmilchsau ist noch nicht erfunden). Ganz alternatif einfach RDFa einsetzen
Am 4. August 2008 um 23:30 Uhr
Apropos Reviews: Das bringt mich auf die Idee, dass ich meine gelegentlichen Buchbesprechungen eigentlich auch mal mittels »hReview« auszeichnen könnte.
Muss ich einfach mal gucken, wie …