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Der Zeit weit voraus

7. Mai 2008 – 12:59 Uhr

Und ebenso weit vom Kunden entfernt!

:angry:

Ich bin gerade dabei, eine Entscheidung zu treffen hinsichtlich einer neuen Digitalkamera. Nun, die Entscheidung ist so gut wie getroffen. Um noch eine weitere mögliche Informationsquelle zu Rate zu ziehen, ließ ich mir (online) die Mai-Ausgabe des Fotomagazins DigitalPHOTO empfehlen, in dem u.a. das höchstwahrscheinlich auserkorene Modell getestet wurde. (Es handelte sich übrigens um eine erst drei oder vier Tage ›alte‹ Empfehlung.)

Heute früh also erstürmte ich flugs den nächsten und besten Zeitschriftenhändler des Viertels, um eben dieses Mai-Heft zu kau… ja, nun … die Juni-Ausgabe im Regal vorzufinden.

Auf meine Nachfrage erklärte mir der Händler, dass diese Unsitte leider inzwischen bei vielen Monatsmagazinen eingerissen sei. Man könne leider ältere Ausgaben nur noch privat beim Verlag einzeln nachbestellen. Und ich wäre beileibe nicht der Erste, der sich darüber beschwert.

Also, lieber Verlag der »DigitalPHOTO«, hier mal richtig deutlich:

Ich finde es eine ziemliche Frechheit und ein weiteres Beispiel miserablen Kundenservices in Deutschland, wenn eine aktuelle Ausgabe (in diesem Fall eben die Mai-Ausgabe) eines Magazins schon in der ersten Woche des angegebenen Monats nicht mehr erhältlich ist!

Und es ist mir völlig egal, mit welchen vorgeblichen Notwendigkeiten Sie das meinen begründen zu müssen. Und es ist mir noch viel mehr egal, etwa so wie ein Sandsturm auf dem Mars, ob ich ältere Artikel (oder Ausgaben) über Ihr Onlineangebot kostenpflichtig per PDF downloaden kann.

Das ist schlicht nicht das, was ich wollte. Ich wollte bloß Anfang Mai die Mai-Ausgabe einer Zeitschrift kaufen. Ich hätte wirklich gerne 6,90 Euro für das papierne Magazin bezahlt, da darin noch einige andere für mich interessante Artikel zu lesen gewesen wären. Da das offensichtlich nicht möglich respektive nicht erwünscht ist, werde ich in Zukunft auf dieses Magazin als Informationsquelle verzichten. Es ist ja wirklich nicht so, dass es keine anderen Informationsquellen gäbe …
:nonono:

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1 Kommentar zu ›Der Zeit weit voraus‹

  1. zeitcollector

    Das Beispiel zeigt, wie ernst die ihr eigenes Produkt nehmen. Wenn man das weiter denkt, bekommen wir irgendwann im Laufe des Januar die gesamten Monatshefte des kommenden Jahres. Und irgendwann ist es wie bei der Hyperinflation – da die hefte per Erscheinen schon nicht mehr aktuell sind, also quasi entwertet nach Ansicht der Verlage, erscheinen sie garnicht mehr. Bei vielen Presseerzeugnissen wäre das beste Weg!

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