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Wir wollen unsere D-Mark zurück!

2. Mai 2008 – 14:07 Uhr

34 Prozent, also gut ein Drittel der Deutschen (repräsentativ) wollen den Euro abgeschafft und die D-Mark wieder eingeführt haben.

Als wesentlichen Grund für die weit verbreitete Ablehnung des Euro führte der Geschäftsführende Vorstand beim BdB, Manfred Weber, an, dass dieser oft als »Teuro« wahrgenommen werde.

Nun, nicht immer ist die Wahrnehmung trügerisch, manchmal, wie in diesem Fall, kommt sie den Tatsachen sogar recht nahe. In Wirklichkeit aber ist der Euro als Verbund-Währung meist selbst gar nicht die Ursache für die teilweise abrupten Preiserhöhungen ab 2002, sondern eher der Umstand, dass mancherorts die Währungsumstellung als Währungssymbolumstellung ›missverstanden‹ wurde.

Aber:

Liebes Drittel!

Was würde denn passieren, wenn die Politik beschlösse, die D-Mark wieder einzuführen?

Wir erinnern uns: Der Euro wurde mit einem künstlichen Wechselkurs zu etwa, grob daumenmäßig, 2:1 eingeführt. Anschließend gab es da und dort in Handel und Dienstleistung kosmetische Korrekturen am Ziffernwerk der ausgezeichneten Preise, bei Ersetzung des Währungssymbols. Wo das tatsächlich der Fall war, wo nur ›gefühlt‹ und wo definitiv nicht, soll hier gar nicht das Thema sein. Viel wichtiger ist nämlich die Frage, wie denn die Rückkehr zur D-Mark höchstwahrscheinlich vollzogen würde, wenn sie denn würde.

Eben! Rücktausch zur ursprünglichen Bedingung, jetzt also 1:2. Wir bekämen auf der Bank für 100 EUR also 200 DM.

Handel und Dienstleitung würden jedoch diesmal garantiert ganz ehrlich umstellen, nämlich ebenfalls mit 200 DM neu auszeichnen, was zuvor 100 EUR gekostet hat. Und? Klar?

Rechenaufgabe:

Die (imaginäre) Pizza, die 2000/2001 noch 6-7 DM gekostet hat, kostete (gleitend sanft eingeführt) spätestens 2003 mehr oder minder gefühlt 5-6 EUR. Heute sind daraus vielleicht 6-7 EUR geworden. Nach der Rück-Umstellung würde sie dann übergangslos und sofort 12-14 DM kosten!

Also lassen wir das doch lieber mit der D-Mark … :wink:

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Dieser Inhalt (Textbeitrag und Fotos) ist unter einer Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND lizenziert.

3 Kommentare zu ›Wir wollen unsere D-Mark zurück!‹

  1. Thomas

    Den Euro haben die Politiker über unsere Köpfe hinweg eingeführt. Einige unserer Nachbarn haben das Volk befragt und ein klares NEIN erhalten. Somit wurde dieser sinnloses Währungswahnsinn einfach fallengelassen.

    Und genau deshalb hat man UNS nicht gefragt, weil man genau wusste, es würde auch ein NEIN herauskommen. Sonst wird für jeden Scheiß eine Volksbefragung gemacht…. geht es um wichtige und ALLE betreffende Angelegenheiten tut man das nicht. Wieder mal typisch!

  2. Perun

    Würde es den Euro nicht geben, würden wir die angestiegenen Energie-Preise noch mehr spüren. Alles spricht für den Euro: z.B. dadurch das er vielen EU-Ländern als Währung dient (“Verbundwährung”), ist er einfach resistenter gegenüber irgendwelchen Spekulationen.

    @Thomas,
    was hast du gegen den Euro?

    @Boris,
    du darfst aber auch nicht die Teuerungsrate (Inflation) vergessen. Auch wenn wir die D-Mark behalten hätten, würde heute eine Pizza, die damals 10 DEM gekostet hat auch nicht mehr 10 DEM kosten sondern nach ca. 6-7 Jahren um die 12 DEM … das vergessen viele EURO-Skeptiker.

  3. Thomas

    @Perun:
    Im Prinzip habe ich nichts gegen den Euro. Nur der von Boris beschriebene Teuerungsmissbrauch ärgert mich noch heute. Und dass es ihn gegeben hat ist unbestritten, obwohl von der Regierung versprochen wurde, dass würde nicht erlaubt sein. Aber die versprechen ja viel.

    Ferner bin ich der Ansicht, dass der Euro insbesondere solchen EU-Ländern genutzt hat (und noch nützt), die bis dato eine von mir so bezeichnete “Krawallwährung” hatten, ital. Lire…. port. Escudo usw. Nicht weil (fast) “alle” etwas tun, muss es noch lange nicht gut und schön sein. Und solche Entscheidungen gehören u.a. auch vom Volk getroffen oder haben wir schon Diktatur?

    Die Teuerungsrate hat nur bedingt etwas damit zu tun. Da steckt schon viel Preistreiberei dahinter, wenn wir mal ehrlich sind. Ein Bundeskartellamt haben wir doch auch nur, dass dort keine Baugrube ist, sondern ein Haus steht.

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